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Hätten Sie es gewusst? Woher die Weihnachtsbäume in Deutschland kommen

Von Berit Rasche | 17.12.2021, 16:58 Uhr

In vielen deutschen Haushalten wird zu Weihnachten traditionell die Nordmanntanne geschmückt. Hier erfahren Sie, woher die deutschen Weihnachtsbäume hauptsächlich kommen und welche Baumarten sich besonders eignen.

Für 63 Prozent der Deutschen ist der Weihnachtbaum eine wichtige Tradition, wie eine Online-Studie des "Bundesverbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland e.V." zeigt. Über 70 Prozent der Befragten mit Weihnachtsbaum gaben an, dass ihnen kurze Transportwege sowie eine nachhaltige Produktion ihrer Festtagstanne wichtig ist.

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Von den knapp 30 Millionen Weihnachtsbäumen, die laut "Umweltbundesamt" (UBA) jedes Jahr in Deutschland aufgestellt werden, stammen die allermeisten tatsächlich von heimischen Anbauplantagen. Jährlich werden laut Statistischem Bundesamt (Destatis) aber auch etwa 2,1 Millionen frische Bäume aus dem Ausland importiert. Woher? - Raten Sie doch einmal.

Woher unsere Weihnachtsbäume kommen

Die Weihnachtsbäume der Deutschen werden beinahe ausschließlich aus einem Land importiert – Dänemark. Im vergangenen Jahr stammten laut Destatis knapp 91 Prozent der importierten Bäume aus unserem skandinavischen Nachbarland. Dies stellte sogar noch einen Anstieg zum Vorjahr dar, denn 2019 betrug der Importanteil noch ungefähr 88 Prozent. Der Großteil dieser Bäume ist bereits im November in Deutschland eingetroffen, nur noch etwa ein Drittel wird im Dezember geliefert.

In Deutschland haben sich im vergangenen Jahr rund 3300 Landwirtschaftsbetriebe mit der Kultivierung von Weihnachtbäumen beschäftigt. Mit einem Anteil von 29 Prozent befindet sich die Haupt-Anbaufläche der deutschen Weihnachtsbäume in Nordrhein-Westfalen. Deutschlandweit nehmen die Baumkulturen, die speziell zur Aufzucht von Weihnachtsbäumen außerhalb des Waldes angelegt werden, eine Gesamtfläche von 15.900 Hektar ein.

Auch Baumschulen sind am Weihnachtsbaumgeschäft beteiligt. In diesem Jahr haben 185 solcher Betriebe etwa zwei Prozent ihrer Flächen für die Aufzucht junger Christbäume genutzt.

Es muss nicht immer die Nordmanntanne sein

Der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen ist nach wie vor die Nordmanntanne und macht gut 80 Prozent der Verkäufe aus. Wer einen Nadelduft im Wohnzimmer angenehm findet, sollte nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (DSW) allerdings eher zur Blaufichte greifen. Diese eignet sich außerdem gut für schweren Schmuck und echte Kerzen.

Kostengünstiger hingegen ist die Douglasie. Diese zeichnet sich durch ihren Zitrusduft und ihre weichen Nadeln aus, eignet sich allerdings nur für leichtere Dekoration. Preislich gleichauf mit der Nordmanntanne ist die Edeltanne, oder auch Nobilistanne. Im Gegensatz zur Nordmanntanne verbreitet diese allerdings nicht nur einen angenehmen Orangenduft, sondern bleibt dabei laut der DSW auch länger frisch.