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Mecklenburg-Vorpommern Hälfte der Richter und Staatsanwälte gehen in nächsten Jahren in Rente

Von Frank Pfaff | 14.11.2019, 12:02 Uhr

In den nächsten 12 Jahren gehen mehr als die Hälfte der 623 des Justizpersonals in Pension.

Mehr als die Hälfte der 623 Richter und Staatsanwälte in Mecklenburg-Vorpommern geht in den kommenden zwölf Jahren planmäßig in Ruhestand.

Linke und AfD forderten am Donnerstag im Landtag in Schwerin die Landesregierung auf, für einen kontinuierlichen Ersatz der ausscheidenden Juristen und damit für eine funktionierende Justiz zu sorgen.

Handeln sei jetzt geboten und nicht erst bei Einsetzen der Pensionierungswelle, die Folge des umfassenden Personalwechsels Anfang und Mitte der 1990er Jahre sei, sagte der AfD-Abgeordnete Horst Förster.

Jacqueline Bernhard von der Linksfraktion forderte, die Juristenausbildung an beiden Universitäten im Land auszuweiten, um den absehbaren Bedarf decken zu können.

Nach Angaben von Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) reagiert das Land bereits auf die Entwicklung und stellt deutlich mehr Richter auf Probe ein. 2014 habe es zwei Einstellungen gegeben, 2018 schon 27.