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Schweriner SC schlägt Sonthofen erwartungsgemäß mit 3:0 Gewonnen und keinen Satz abgegeben

Von Volker Beier | 28.12.2010, 12:25 Uhr

Trotz des üblichen Trubels "zwischen den Jahren" fanden 900 Fans den Weg in die Schweriner Volleyball-Arena am Lambrechtsgrund und erlebten - wie eigentlich immer in dieser Saison - ein Wechselbad der Gefühle.

Trotz des üblichen Trubels "zwischen den Jahren", Urlaubszeit und eines erneuten Wintereinbruchs fanden gestern Abend erstaunliche 900 Fans den Weg in die neue Schweriner Volleyball-Arena am Lambrechtsgrund, und sie erlebten - wie eigentlich immer in dieser Saison - beim 3:0 (15, 23, 14)-Erfolg der Schweriner Bundesliga-Volleyballerinnen gegen das Allgäu-Team Sonthofen ein Wechselbad der Gefühle. "Wir haben zweieinhalb Sätze gut gespielt, und nur einen halben schlecht", fasste Schwerins Trainer Tore Aleksandersen die 64 Minuten zusammen und zog das Fazit: "Wichtig war, dass wir zu Null gewonnen haben!"

Exakt sechs Tage nach dem peinlichen Auftritt beim 1:3 in Aachen legten die Schwerinerinnen los wie die Feuerwehr, als wollten sie schnell klarmachen, dass die Pleite im Dreiländer-Eck nur ein Ausrutscher war. "Schwerin hat uns sofort unter Druck gesetzt, wir sind nie ins Spiel gekommen", schilderte Gäste-Trainer Andreas Wilhelm den ersten Durchgang. Der Schweriner SC präsentierte sich selbstbewusst, aufmerksam, kämpfte um jeden Ball - dass Patricia Thormann mit einem Schlag an den Block schon nach 20 Minuten Satz eins abschließen konnte, zeichnete sich schnell ab.

In Durchgang zwei sollte es eigentlich so weitergehen, aber der SSC erwies sich als guter Gastgeber. Mit leichten Fehlern - zuvor hatte man davon profitiert, dass Sonthofen gleich derer zehn im ersten Satz gemacht hatte - brachte man das Allgäu-Team ins Spiel. Plätzlich klappte bei den Gästen alles, bei Schwerin gar nichts mehr. Aus dem 0:1 machte Sonthofen ein 6:2, dann hieß es gar 14:7 und 15:8 für die Bayern.

Aber der SSC fing sich wieder. Angetrieben von "Paty " Thormann (Wilhelm: "Die haben wir nie in den Griff bekommen!") starteten die Gastgeberinnen die Aufholjagd. Wieder häuften sich auf Gäste-Seite die Fehler, Schwerin gewann zunehmend an Sicherheit und schließlich auch Selbstsvertrauen. Beim 22:22 - Patricia Thormann hatte Sonthofen Sina Kostorz förmlich abgeschossen - war man wieder dran und verwandelte durch einen Fehler der Gäste beim 24:23 den zweiten Satzball.

Nun war wieder alles im Lot, Durchgang drei eine klare Sache. Julia Retzlaff, Anja Brandt und Nadja Schaus punkteten nach Belieben, bis die als "wertvollste Spielerin" gewählte "Paty" den ersten Matchball zum 25:14 und damit 3:0 verwandeln konnte.

SSC: Hanke, Adlerova, Schaus, Thormann, Völker, Kauffeldt - Thomsen; Retzlaff, Brandt, Pachale.

Sonthofen: Neve, Meyer, Klewin, Kostorz, Ittlinger, Gogolova - Köber; Kovarova.

SR: Kreuschner/Borchwaldt (Oranienburg/Alsdorf). Z.: 900. Spieldauer: 64 (20, 26, 18) min.