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Stralsund Gesunkener Verkaufskutter gehoben - Ursache soll Plankendefekt sein

Von Winfried Wagner | 29.01.2019, 18:19 Uhr

Der Untergang eines mehr als 50 Jahre alten Verkaufskutters hat in Stralsund für Aufregung gesorgt.

 Der am Wochenende gesunkene Fischkutter in Stralsund schwimmt wieder. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Dienstag sagte, haben Arbeiter das Schiff „Anja“ über einen Schwerlastkran gehoben und mit mehreren Pumpen leergepumpt. Nun wurde der Kutter vertäut und soll mit einem Schlepper am Mittwoch in den Seehafen geschleppt und dort ans Ufer gehievt werden. Zur Ursache erklärte der Sprecher, es gebe weiter keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung und von außen sei kein Leck sichtbar gewesen.

Nach Angaben des Schiffseigentümers wurde aber im unteren Bereich des Kutters von innen eine defekte Planke gefunden, an der Wasser eingesickert sein könnte. Der 1965 gebaute Holzkutter lag seit zehn Jahren als schwimmender Imbissstand im Stadthafen.

Fischbrötchenkrieg hat nichts damit zu tun

Das etwa 40 Tonnen schwere Schiff war in der Nacht zu Sonntag gesunken. An den Tagen davor hatte es Frost gegeben. Verletzt wurde niemand. Für die Bergung war ein Schwerlastkran aufgebaut worden, Taucher hatten Seile um das Schiff gelegt.

Die Polizei schloss auch einen Zusammenhang mit Konkurrenzstreitigkeiten, wie beim sogenannten Fischbrötchenkrieg vor Jahren in Stralsund, aus. Damals hatte es im Zusammenhang mit der Erteilung von Konzessionen für den Verkauf von Fischbrötchen im Stadthafen Gewalttaten und Drohungen gegeben, für die zwei Verantwortliche auch strafrechtlich verurteilt wurden.