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Redefin: 1200 Gäste bei Hengstpräsentation Gestüt wirbt mit Elitepferden

Von Katharina Hennes; | 07.02.2011, 10:04 Uhr

Zur Hengstpräsentation auf dem Landgestüt kommen Anfang Februar Züchter aus ganz Mecklenburg und suchen sich kurz vor der Decksaison das richtige Pferd für ihre Stuten.

Eigentlich ist sie eine Fachveranstaltung. Zur Hengstpräsentation auf dem Landgestüt kommen Anfang Februar Züchter aus ganz Mecklenburg und suchen sich kurz vor der Decksaison das richtige Pferd für ihre Stuten. "In den letzten Jahren war hier nur Fachpublikum", sagt Gestütsführer Wolfgang Meyer. "Doch das hat sich geändert. Kleine Showeinlagen, wie die Hengstquadrille, und die lockere informative Moderation ziehen heute auch Laien an."

Knapp 1200 Zuschauer kamen am Sonnabend aufs Landgestüt - für eine Hengstpräsentation ist das Besucherrekord. Geschäftsführerin Antje Kerber wertet die fast ausverkaufte Halle auch als Zeichen für die wachsende Nachfrage nach gut ausgebildeten Pferden. "Nach einem turbulenten Zuchtjahr, das durch bundesweite Einbrüche der Bedeckungszahlen geprägt war, schauen wir jetzt mit vorsichtigem Optimismus in die kommende Deck-saison." Die Geschäftsführerin moderierte die Show auf dem Rücken von D Olympic. "Für mich ist es ein großes Privileg, dass ich heute hier auf diesem besonderen Hengst sitzen darf", sagte sie. DOlympic, der 17-jährige Sohn von Donnerhall, gilt als Elitehengst und Vererber der Spitzenklasse.

30 Warmbluthengste, ein Vollblut-Hengst, zwei Trakehnerhengste, ein Haflinger, ein Lewitzer und zwei deutsche Reitponys präsentierte das Landgestüt am Sonnabend. Die Deckhengsthaltung sei einer der Hauptbeweggründe für ein Landgestüt, sagt Kirsten Buschfeld, verantwortlich für Marketing im Landgestüt. Hier werde den Züchtern im Land eine abwechslungsreiche Auswahl in hoher Qualität und zu günstigen Preisen geboten. Zwischen 350 und 800 Euro kostet die Decktaxe, je nachdem für welchen Hengst man sich entscheidet.

Pferdehalterin Ines Fritsche aus Moraas hat ein Auge auf D Olympic und den Lewitz Schecken "Alswin" geworfen. Sie achtet nicht nur auf Körper, Größe und Farbe des Hengstes. "Ich will auch wissen, ob er schnell nervös wird, wie er geht und wie stark der Charakter ist." Die Hengstpräsentation gebe ihr einen ersten Überblick. "Aber für die endgültige Entscheidung werde ich mir die Pferde hier noch einmal bei der Morgenarbeit angucken", sagt sie. Kein Problem für Deckstellenleiter Dieter Brüsch. Er berät die Pferdehalter nach Absprache auch vor Ort.