Ein Angebot des medienhaus nord

Stadt und Künstler machen sich stark Für die Kultur geliebt: Schwerin

Von Redaktion svz.de | 03.12.2010, 10:24 Uhr

Die Landeshauptstadt will keine Abstriche machen an ihrem Kulturangebot. Das ist das Fazit einer breiten Kulturdebatte mit Künstlern, Musikern, Historikern, Museologen, Kulturmanagern und Kommunalpolitikern.

Angesichts der Sparzwänge - der Schweriner Haushalt weist in diesem Jahr ein Loch von rund 20 Millionen Euro auf - wurde indes aber deutlich, dass Konzentration und Kooperation von Vereinen und Institutionen in der Stadt einen höheren Stellenwert bekommen müssen.

"In unserer Leitbild-Debatte haben wir als Ziel formuliert, Schwerin als Kulturstadt des Nordens zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, mit Hamburg oder Berlin zu konkurrieren, sondern die Spezifik Schwerins zu definieren und als identitätsstiftenden Imagefaktor zu nutzen", fasste Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow zusammen. Kultur dürfe nicht vorrangig als Zuschussgeschäft gesehen werden, sondern müsse als Standortfaktor begriffen werden. Dafür seien die rund 13 Millionen Euro jährlich einschließlich des Theaterzuschusses von 6,5 Millionen gut investiertes Geld. "Kultur stärkt unsere Wirtschaft", betonte die OB. Langjährige Einwohner ebenso wie frisch zugezogene liebten die Stadt wegen ihrer Kultur und Natur.

"Wir Künstler haben in Schwerin gute Bedingungen, können überall ausstellen. Das muss erhalten bleiben", forderte Schmuckgestalterin Coco Radsack. John Carlson, Musiker aus den USA, legte nach: "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Künstler von seiner Kunst auch leben kann - wie hier in Schwerin." Dafür lohne es, zu kämpfen.

Konkrete Antworten indes blieben bei dieser Debatte offen. Doch ein nächstes Treffen werde bereits vorbereitet, kündigte Gramkow an.

 Bert Schüttpelz Seite 16