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Frankfurter Börse Über 13.600 Punkte: Dax springt auf Rekordhoch

Von dpa | 22.01.2020, 11:28 Uhr

Der Deutsche Aktienindex Dax ist am Mittwoch auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen.

Eine Erholung der Kurse in Asien hat den Dax am Mittwoch auf ein Rekordhoch getrieben. Der deutsche Leitindex erreichte im frühen Handel bei 13.640 Punkten einen Höchststand und übertrumpfte damit seine bisherige Bestmarke vom 23. Januar 2018. Zuletzt stand der Dax mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 13.587,55 Punkten.

Gute Nachrichten von IBM

"Der deutsche Leitindex konnte sich nicht weiter den Rekordständen in den USA entziehen", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. "Irgendwann ist der Bewertungsunterschied zwischen den deutschen und US-Unternehmen zu groß und wird von den Marktteilnehmern aufgeholt."

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte legte zuletzt um 0,14 Prozent auf 28.808,03 Zähler zu, nachdem auch er im frühen Handel ein Rekordhoch erklommen hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich zuletzt kaum vom Fleck.

An der Dax-Spitze zogen die Aktien von Infineon um gut 1 Prozent an. Händler verwiesen als Antrieb auf gute Nachrichten von IBM: Das Computer-Urgestein hatte zum Jahresende trotz anhaltender Schwächen im IT-Kerngeschäft ein ganz leichtes Umsatzplus geschafft. Der erste Geschäftszuwachs seit sechs Quartalen übertraf die Erwartungen. Zudem habe die Gewinnprognose für 2020 positiv überrascht, sagte ein Händler.

Daimler rechnet mit Mehrkosten durch Diesel-Affäre

Die Aktien von Daimler hingegen schwankten zu Handelsbeginn deutlich und lagen zuletzt 0,5 Prozent im Minus. Der Autobauer rechnet wegen der Dieselaffäre mit weiteren 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Im MDax litten die Anteilsscheine des Salz- und Düngemittelkonzerns K+S und des Batterie-Herstellers Varta unter negativen Analystenkommentaren. Sie verloren mehr als 6 beziehungsweise rund 4 Prozent.

Die Papiere von S&T sicherten sich mit einem Plus von 2,6 Prozent einen der Spitzenplätze im Nebenwerte-Index SDax. Der österreichische IT-Dienstleister hatte wegen einer guten Auftragslage bei hochmargigen Geschäften die mittelfristige Gewinnprognose angehoben.