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Origami-Kunst im Parchimer Museum Filigrane Kunstwerke aus Papier gefaltet

Von zvs | 02.12.2010, 09:21 Uhr

Im Frühjahr dieses Jahres weilte er schon einmal in Parchim, um Schüler in die Geheimnisse einzuweihen, wie man aus einem Stück Papier ein federleichtes Kunstwerk faltet - der taiwanesische Origami-Künstler Hung Hsin-Fu.

Im Frühjahr dieses Jahres weilte er schon einmal in Parchim, um Schüler in die Geheimnisse einzuweihen, wie man aus einem Stück Papier ein federleichtes Kunstwerk faltet.Der taiwanesische Origami-Künstler Hung Hsin-Fu gilt als Meister seines Fachs von Weltruf. Aber auch als äußerst geduldiger Lehrmeister, der es versteht, Kinder zu begeistern. Bei seinem Besuch in der Goethe-Grundschule waren die Jungen und Mädchen jedenfalls so vertieft in das Falten von Kranichen, Spechten, Schmetterlingen und anderen filigranen Tieren, dass sie die Pausenklingel schlichtweg überhörten. Dieser Künstler stellt ab Montag nächster Woche im Parchimer Museum aus. Bis Ende Januar sind ca. 23 von Hung Hsin-Fu geschaffene Papierkunstwerke zu sehen. Origami-Arbeiten sind ein Fest für europäische Augen. Die Art und Weise, wie Hung Hsin-Fu dreidimensionale Tiere und andere Objekte aus einem Stück Papier schneidet, ist einzigartig und das Ergebnis jahrelangen Übens. Hung Hsin-Fu, 1967 in Taipeh geboren, widmet sich seit seinem vierten Lebensjahr dem Papierfalten. Das Faszinierende daran: Oft sind nur wenige Schnitte erforderlich, um erstaunliche Kunstwerke entstehen zu lassen. Von 1983 bis 2005 unterrichtete Hung an zahlreichen universitären Einrichtungen rund um Taiwan. Es folgen unzählige Ausstellungen. Seit den 90ern wird er auch in den Medien immer präsenter. So entwickelte er für Taiwan-TV eine Fernsehsendung, aus der "Little Genius Classroom of Paper Art" hervorging. Hung Hsin-Fu ist Autor von 13 Fachbüchern zum Thema Papierkunst und bereiste viele Länder rund um den Erdball. Sein Besuch im Frühjahr in Parchim und die bevorstehende Ausstellung sind durch die Vermittlung der Taipeh Vertretung in Hamburg möglich geworden, mit der die Stadt seit 15 Jahren partnerschaftliche Beziehungen unterhält. Bereits 2009 fand in Parchim eine Ausstellung von vier taiwanesischen Fotografen statt. Parallel zur Ausstellung im Museum in der Lindenstraße weiht eine weitere Exposition im Parchimer Stadthaus in die "Schönheit chinesischer Malerei" ein. Gezeigt werden Repliken der Kollektion aus dem National Palace Museum Taiwan. Die Generaldirektorin der Taipeh Vertretung in Hamburg, Hsiao-nee Chang, wird am Montag persönlich bei der Eröffnung beider Ausstellungen dabei sein. Sie findet um 11.30 Uhr im Parchimer Stadthaus statt.