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Mecklenburg-Vorpommern Feuerquallen in der Ostsee

Von Redaktion svz.de | 27.08.2013, 09:33 Uhr

Hautreizungen und brennender Schmerz - der Kontakt mit einer Feuerqualle ist für Badende unangenehm. Ungünstiger Wind treibt die glibberigen Meeresbewohner zurzeit vor die Ostseestrände.

An einigen Stränden Mecklenburg-Vorpommerns trüben derzeit Feuerquallen das Badevergnügen. Von den im Wasser schwebenden Quallen gehe aber keine akute Gesundheitsgefahr aus, sagte Christina Augustin, Biologin beim Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde, am Montag. Bei Kontakt komme es zu Hautreizungen, die an Berührungen mit Brennnesseln erinnern. Augustin empfahl, betroffene Hautregionen beispielsweise mit Essigwasser zu behandeln. Wie der Landesreferent der DRK-Wasserwacht, Thomas Powasserat, sagte, hatten sich am Wochenende bei den Wachtürmen mehrere Badegäste mit Hautreizungen gemeldet.

Es sei völlig normal, dass bei ablandigem Wind Feuerquallen auftauchen, sagte Augustin. Der Wind treibt das Oberflächenwasser weg, Wasser aus tieferen Regionen, in dem die Quallen leben.

Feuerquallen zählen wie die Ohrenquallen zu den einheimischen Arten der Ostsee. Es müsse bedacht werden, dass der sichtbare Teil der Qualle eher klein ist gegenüber den teils mehrere Meter langen Tentakeln. Auch die Tentakeln toter Quallen könnten noch Reaktionen hervorrufen.