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Absturz in Mecklenburg-Vorpommern Tödlicher Eurofighter-Crash: Bundeswehr ermittelt Ursache

Von dpa | 07.05.2020, 15:22 Uhr

Ein vertraulicher Bericht der Bundeswehr nennt zum ersten Mal die Ursache für das Unglück mit einem Toten.

Der Zusammenstoß zweier Eurofighter über der Müritzregion (Mecklenburg-Vorpommern) im Juni vergangenen Jahres ist nach dem Ergebnis einer Untersuchung der Luftwaffe letztlich auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag nach Vorlage des Abschlussberichts des Generals Flugsicherheit.

In dem vertraulichen Bericht an den Verteidigungsausschuss des Bundestags geht es um das Eurofigter-Unglück am 24. Juni und um den Absturz eines Bundeswehrhubschraubers am 1. Juli bei Hameln (Niedersachsen). "In beiden Fällen liegt die Unfallursache in einer unglücklichen Verkettung mehrerer Fehler vor und während der Flüge", teilte die Bundeswehr auf ihre Homepage mit. Technische Defekte oder Fehlfunktionen an den Luftfahrzeugen könnten ausgeschlossen werden.

Eurofighter-Zusammenstoß in MV: 27-jähriger Pilot gestorben

Bei dem Zusammenstoß der Eurofighter über der Gemeinde Nossentiner Hütte und dem Ortsteil Nossentin war ein 27-jähriger Pilot ums Leben gekommen, ein zweiter konnte sich retten. Die Wracks kamen nur wenige Hundert Meter neben den Dörfern auf einem Feld und im Wald runter. Bei dem Absturz des Eurocopter EC 135 bei Hameln war eine 25-jährige Soldatin gestorben, ein 26 Jahre alter Soldat wurde verletzt.