Ein Angebot des medienhaus nord

Schwerin Es macht wieder ordentlich "Zisch"

Von phil | 13.10.2011, 07:37 Uhr

Jeden Tag in der Schule die druckfrische Zeitung auswerten, selbst recherchieren, schreiben - und den eigenen Artikel in der Zeitung lesen: Am 1.

November startet für mehr als 5000 Kinder und Jugendliche die neueste Auflage von "Zeitung in der Schule". Für die Lehrer hat die heiße Phase des Medienprojektes schon gestern begonnen. Im Verlagshaus unserer Zeitung trafen sie sich mit Redakteuren, Verlagsprofis und den Aktionspartnern zur ersten großen Planungsrunde.

"Es geht uns auch darum, das Projekt vorzustellen und noch Anregungen dazu zu sammeln", sagte Anke Gräfe, Vertriebschefin des Zeitungsverlages Schwerin. Nina Koch von der Agentur raufeld medien, die bei "Zisch" - so das Projektkürzel - für die pädagogische Betreuung sorgt, stellte das Unterrichtsmaterial vor. Jede der teilnehmenden Klassen bekommt ein dickes Paket auf einer CD - zugeschnitten auf das Alter der Schüler und unsere Zeitung, dazu kommen regelmäßige Newsletter per E-Mail und nach Bedarf weitere Materialpakete. Koch versprach den Lehrerinnen und Lehrern: "Wir können Ihnen zu bestimmten Themen auch regelrechte Dossiers zusammenstellen." Natürlich müsse man als Lehrer nicht das gesamte Materialpaket mit seiner Klasse abarbeiten, so Koch: "Sie können sich auch einzelne Teile aussuchen, ganz so, wie Sie es brauchen." Schließlich gibt es für jeden der Teilnehmer täglich eine druckfrische SVZ - auf Wunsch auch während der Ferien. Damit könne man im Unterricht prima arbeiten, sagt Nina Koch: "Die Zeitung kann so zum Lehrbuch für alle Fächer werden."

Natürlich geht es bei "Zisch" auch um den Aufbau von Artikeln und einer Zeitung, die Aufgaben der Presse, ihre Wichtigkeit für eine funktionierende Demokratie. Aber neben der Theorie zählt vor allem die Praxis: Die "Zisch"-Teilnehmer sind ausdrücklich eingeladen, selbst Artikel zu schreiben. Kurze Kommentare, ausführliche Berichte, mitreißende Reportagen: "Jedes Thema, jede journalistische Stilform ist erlaubt", betonte Matthias Hufmann, Chef vom Dienst des Zeitungsverlages Schwerin: "Wir sind neugierig, was die Jugendlichen diesmal aufgreifen."

Ob kurze, knackige Besprechungen der Lieblings-Fernsehsendung oder ein satter 200-Zeiler über das Pro und Kontra der Kernkraft, ob Umfragen unter den Mitschülern oder Interviews mit den Experten aus den Lehrerzimmern - außen vor bleiben muss nichts. Für den Einstieg - und angesichts der Euro-Krise hochaktuell - liefert der Aktionspartner Deutsche Vermögensberatung (DVAG) jugendgerecht aufbereitete Informationen zum Thema Geld. "Das ,Einmaleins der Finanzen ist zum Beispiel ein Thema aus unserem Angebot", erläuterte DVAG-Pressereferentin Natalia Rottmann. Dabei geht es nicht um das Anlegen von Geld - sondern darum, "wie man sich vor den Schuldenfallen schützt, die bei Internetbestellungen und Handyrechnung lauern".

Wenige Wochen noch - dann werden die 5000 Kinder und Jugendlichen mit ihren kleinen und großen Artikeln wieder unsere Zeitung bereichern. Das nächste "Zeitung in der Schule"-Projekt ist längst in Planung, sagt Anke Gräfe: "Für das Frühjahr haben wir auch schon wieder rund 4000 Anmeldungen".