Ein Angebot des medienhaus nord

Kinderbetreuung Erzieher fordern in offenem Brief Verbesserungen am Kita-Gesetz

Von HOFf | 22.03.2018, 05:00 Uhr

An der Grenze des Leistbaren: Betroffene stellen Personalschlüssel für Kitas und Horte in Frage

Erzieher in MV haben am Mittwoch in einem offenen Brief an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Verbesserungen beim Kita-Gesetz gefordert. Vor allem müsse der Personalschlüssel für Kitas und Horte verbessert werden, heißt es in dem Schreiben des „Stammti Rostock“ – ein Zusammenschluss von Erziehern und weiteren Pädagogen im Land. Benötigt würde ein Betreuungsschlüssel von 1:3 in der Krippe, 1:8 im Kindergarten und 1:12 im Hort.

Die Kollegen seien an der Grenze des Leistbaren angekommen, so Jens Müller vom Stammtisch. In vielen Gegenden fänden Träger kaum Personal. Auch gebe es kein Interesse daran, Tarifverträge in Kooperation mit Kommune und Gewerkschaft auszuhandeln. „So wird das Gehaltsniveau nicht steigen“, sagte Müller. Er kritisierte, dass Jugendämter oft Ausnahmegenehmigungen für Einrichtungen ausstellen würden, die mit vielen Assistenzkräften arbeiteten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt den offenen Brief. „Wir brauchen einen besseren Betreuungsschlüssel, Tarifbindung und eine qualitativ hohe Ausbildung für Erzieher“, so die Landesvorsitzende Annett Lindner. „Wenn nicht in Zeiten gefüllter Kassen, wann dann?“

Der Brief kann auch auf www.stammtirostock.de eingesehen werden.