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Belitz/Güstrow Erste Störche aus dem Winterurlaub zurück

Von Birgit Sander/dpa | 13.02.2019, 15:52 Uhr

Die ersten Störche haben in MV ihre Nester besetzt und warten auf ihre Partner. In Afrika haben die frühen Vögel nicht überwintert, sagen Ornithologen.

Der Storch von Belitz bei Teterow gehört seit Jahren zu den ersten Rückkehrern aus dem Winterquartier. Er wurde bereits am Montag auf seinem Nest in dem kleinen Ort im Landkreis Rostock gesehen. Die Inhaberin des Gutshauses Belitz, Barber Bongardt, verwundert das nicht. „Das ist relativ spät“, meinte sie. „Wir haben ihn hier schon Ende Januar erlebt.“ 2018 war der Belitzer Storch ebenfalls schon eine Woche früher auf seinem Nest gesichtet worden.

Stefan Kroll von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz des Naturschutzbundes weiß noch von einem zweiten Storch im Land, der ebenfalls am Montag in Güstrow auftauchte. Auch er sei immer unter den ersten im Land. Kroll zufolge begünstigten das milde Wetter und der Westwind die Rückkehr. In Schleswig-Holstein seien schon deutlich mehr Störche gesichtet worden.

Störche bleiben teilweise auch im Winter in Deutschland

Der Vorsitzende der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV), Klaus-Dieter Feige, sagte, es gebe immer wieder Weißstörche, die sehr früh in ihren Brutrevieren seien.

Sie überwinterten aber nicht in Afrika, sondern blieben teilweise sogar in Deutschland, oft als „Mitesser“ in der Nähe von Zoos. Kroll sagte, viele Störche überwinterten in Spanien und auch im Süden und Osten Frankreichs. Wenn es in Mecklenburg-Vorpommern noch einmal einen heftigen Wintereinbruch geben sollte, flögen die Vögel wieder in wärmere Gefilde. Ansonsten fänden sie jetzt jedoch genügend Futter wie Mäuse und Regenwürmer.