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Volleyballerinnen des Schweriner SC Erste Hürde gegen Gent nehmen

Von Martina Kasprzak | 02.02.2011, 10:46 Uhr

Heute wollen die Schweriner Volleyballerinnen die erste Hürde im Achtelfinale des europäischen Challenge Cup nehmen. Sie treffen auf den belgischen Vertreter VDK Gent Dames.

Heute Abend wollen die Schweriner Volleyballerinnen die erste Hürde im Achtelfinale des europäischen Challenge Cup nehmen. Sie treffen in der Runde der letzten 16 Teams auf den belgischen Vertreter VDK Gent Dames und müssen zuerst auswärts antreten. Das Rückspiel findet am 9. Februar um 18 Uhr in der Arena am Lambrechtsgrund statt. "Das ist sicher für uns ein Vorteil, dass wir das Rückspiel zu Hause bestreiten. Dann kennt man den Gegner aus dem ersten Spiel schon besser, kann sich wesentlich gezielter auf ihn einstellen. Und natürlich ist es mit den eigenen Fans im Rücken noch ein bisschen leichter", so SSC-Kapitän Julia Retzlaff.

Der SSC-Tross machte sich gestern um 6 Uhr per Bus auf den Weg nach Belgien. Alle 13 Spielerinnen waren mit an Bord. "Alle sind einsatzbereit", hatte SSC-Trainer Tore Aleksandersen am Montag noch berichtet. Nach neun Stunden Fahrt, die ohne Probleme verlaufen war, trafen die Mecklenburger in Gent ein. Die Mannschaft trainierte dann ab 18.30 dann in der heutigen Spielstätte. "Das ist eine ältere Halle. Die Belgier rechnen mit rund 800 Zuschauern, dann ist sie aber wohl auch schon voll", berichtete Ellen Peters von der SSC-Geschäftstelle unserer Redaktion per Handy aus Gent. Heute steht noch einmal ein Hallentraining und danach noch die Mannschaftsbesprechung mit Viedoanalyse an.

Egal wie das heutige Hinspiel ausgeht, die Entscheidung fällt auf jeden Fall erst in Schwerin. Und das hat einen Grund: die für Aleksandersen "unglaublich dumme" Europapokal-Regel. Sollte seine Mannschaft heute in Belgien - egal wie - verlieren, müssen die SSC-Volleyballerinnen das Rückspiel - ebenfalls egal wie - gewinnen. Dann kommt es zum Golden Set, der wie ein Tiebreak bis 15 Punkte gespielt wird.

Doch soweit wollen es die SSC-Damen gar nicht kommen lassen. Sie tankten in den vergangenen beiden Bundesliga-Spitzenspielen zu Hause gegen den deutschen Meister Rote Raben Vilsbiburg und beim VC Wiesbaden durch ihre 3:2-Siege gehöriges Selbstvertrauen für den europäischen Auftritt. "Wenn man so ein Spiel gegen Vilsbiburg noch gewinnt, dann wussten wir auch, dass wir aus eigener Kraft in Wiesbaden gewinnen können. Das wird in Belgien nicht anders sein. Wir müssen nur unseren roten Faden finden, haben alles selbst in der Hand", so Julia Retzlaff.

"Das ist eine sehr gute Mannschaft, aber auch noch sehr jung. Die meisten sind zwischen 20 und 22 Jahre alt. Aber wenn man weiß, dass die belgischen Nachwuchsmannschaften in den vergangenen Jahren sehr gut international aufgetreten sind, und einige davon eben bei Gent spielen, darf man diesen Gegner nie unterschätzen", so der SSC-Coach. Der Norweger hat "keine besonderen Stärken" des heutigen Gastgebers ausgemacht, aber "sie sind in allen Bereichen sehr solide, also auch ohne große Schwächen".

In der Runde zuvor setzten sich die Belgierinnen gegen Vizura Belgrad durch. Das Hinspiel in Belgrad hatten sie 2:3 verloren, das Rückspiel dann 3:0 gewonnen. Nach der ehemaligen, gerechteren Regel wäre Gent wegen der mehr gewonnenen Sätze weiter gewesen. Doch jetzt musste der Golden Set entscheiden. Den brachten sie dann mit 15:11 nach Hause und stehen zu recht in der nächsten Runde.

In der nationalen Liga nimmt die Mannschaft von Trainer Stijn Morand, in der ausschließlich Belgierinnen im Kader stehen, Rang zwei ein. Nur Asterix Kieldrecht, das im 1/16-Finale des Challenge Cup den zweiten deutschen Vertreter, VC Wiesbaden, ausgeschaltet hatte, steht vor Gent. Am Wochenende allerdings mussten die Morand-Schützlinge in eigener Halle gegen Dauphines Charleroi, das ebenfalls noch im Challenge Cup dabei ist, eine 1:3-Niederlage hinnehmen. So werden die Gent-Damen heute alles daran setzen, keine zweite Heim-Niederlage in Folge einstecken zu müssen.