Ein Angebot des medienhaus nord

Hiddensee Eisbrecher bringt 15 Tonnen Lebensmittel

Von ddp/dpa | 08.02.2010, 06:51 Uhr

Der Eisbrecher "Görmitz" hat gestern mit einer zweiten Versorgungsfahrt insgesamt 15 Tonnen Lebensmittel von Rügen zur Insel Hiddensee gebracht.

Es seien mehr als 30 Paletten und Tiefkühlbehälter mit Fleisch und Wurstwaren, Molkereiprodukten, Backwaren, Obst, Gemüse, Salaten und Frostware geliefert worden, sagte der Geschäftsführer der Insellogistik Rügen/Hiddensee, Frank Soßnowski.

Bereits am Sonntag hatte das Spezialschiff eine Schneise durch das Eis zum Hafen Vitte geschlagen und rund zwölf Tonnen Ware nach Hiddensee gebracht. Nach Angaben von Kapitän Horst Behrens wird die "Görmitz" zunächst von Hiddensee abgezogen, um ihren regulären Dienst im Greifswalder Bodden wieder antreten und Frachter in die vorpommerschen Häfen eskortieren zu können. Weitere Versorgungsfahrten nach Hiddensee seien voraussichtlich immer freitags vorgesehen.

Nach einem Maschinenschaden des einzigen eisgängigen Fährschiffs "Vitte" war der reguläre Fährbetrieb nach Hiddensee vor elf Tagen eingestellt worden. Zwischenzeitlich hatten Hubschrauber die Versorgung der rund 1000 Inselbewohner übernommen.

Des einen Leid ist des anderen Freud: Die Frostschäden an Heizungen und Wasserleitungen bescheren den Sanitär- und Heizungsbetrieben im ganzen Land derzeit eine Fülle von Aufträgen. "Das ist ein Konjunkturpaket der Natur", sagte der Geschäftsführer des Landesfachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Hans Müller. "Für uns ist es ein Segen, für die betroffenen Bürger ist es natürlich Mist, wenn die Heizung oder die Wasserversorgung ausfällt." Ein voller Ausgleich für die saisonale Flaute seien die Frostschäden zwar nicht, aber immerhin bräuchten die Unternehmen nicht so viele Mitarbeiter wie sonst zu entlassen.

Geplatzte Rohre an sich seien nicht so schlimm, wenn der Schaden gleich entdeckt werde und örtlich begrenzt bleibe. Laufe aber Wasser aus, könne es zu erheblichen Folgeschäden kommen. "Die Probleme sind bei den Heizungsanlagen am größten, die nicht gewartet wurden", sagte Müller. Er appellierte darum an die Bürger, bei Wartungsarbeiten nicht zu sparen. Gefährdet seien vor allem Leitungen in Randräumen und Außenleitungen. Auch wenn die Heizungen auf Frostschutz gestellt seien, könnten die Zuführungsleitungen einfrieren, sobald es keine Fließbewegung mehr gebe.