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Landesmeisterschaften der Jugendrotkreuzler in Plau am See DRK: Parchims Jüngste holen den Titel

Von Antje Bernstein | 19.09.2011, 11:55 Uhr

Das ist ein DRK-Einsatz der besonderen Art: Mehrere hundert Jugendrotkreuzler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern wollen sich in Plau am See den Landesmeistertitel sichern.

Das ist ein DRK-Einsatz der besonderen Art: Mehrere hundert Jugendrotkreuzler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern wollen sich in Plau am See den Landesmeistertitel sichern. In vier Altersstufen gehen sie an den Start. "Ich bin schon ganz aufgeregt", sagt Tim. Werner nickt. "Ich auch." Für die Beiden geht es um viel: Mit ihren drei Teammitgliedern wollen die Jungs vom DRK des Altkreises Parchim die Titelverteidigung schaffen. Im vergangenen Jahr hat die Stufe 0 - also die Kinder von sechs bis neun Jahren - den Sieg geholt. Das soll heute wieder klappen. Doch bevor es zu den Wettkampfstationen geht, treffen sich die teilnehmenden Mannschaften auf dem Sportplatz. Aus allen Landesteilen - von Rostock bis Uecker-Randow, von Schwerin bis Ludwigslust - sind die Jugendrotkreuzler nach Plau gekommen, um hier um die Landesmeisterschaft zu kämpfen. Fast 250 Kinder und Jugendliche in 24 Mannschaften stellen sich dem Wettstreit. "Das ist bemerkenswert", lobt Werner Kuhn, Präsident des DRK Mecklenburg-Vorpommern. Das große Teilnehmerfeld zeuge von der guten Nachwuchsarbeit des DRK. Wie gut die Jugendrotkreuzler wirklich sind, sollen sie an elf Wettkampfstationen in Plau zeigen. Dabei soll der Spaß zwar nicht zu kurz kommen, doch Dabeisein reicht den Teams nicht. Sie wollen den Titel. "Der olympische Geist ist gut, aber man will sich auch messen", sagt Kuhn. Die Teams schwören sich in kleinen Gruppen auf den Wettkampf ein. Noch ein Schlachtruf, dann geht es los. Während sich die Gruppen der Stufen 0 und 1 zum musikalisch-kulturellen Wettkampfteil in die Turnhalle begeben, fahren die älteren Jugendrotkreuzler in der Innenstadt. Die ist mittlerweile übersät von fiktiven Unfallorten, an denen die DRKler ihr Wissen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen sollen. Mehr als 80 freiwillige Helfer sorgen für den reibungslosen Ablauf an den Stationen. Schiedsrichter werfen prüfende Blicke auf jede Bewegung der Jugendrotkreuzler, bewerten ihren Einsatz. Doch nicht nur bei Erster Hilfe und Herz-Lungen-Wiederbelebung müssen sie zeigen, was sie gelernt haben. Auch Wissenstest stehen auf dem Programm: Hier gilt es nicht nur Fragen zur Geschichte des DRK zu beantworten, mit der Plauer Polizei prüfen die Schiedsrichter auch die Kenntnisse der Jugendlichen in Sachen Verkehrssicherheit.

Während die höheren Altersstufen vom DRK des Altkreises Parchim an inszenierten Unfallorten um das Überleben von Opfer kämpfen, wird es für die Stufe 0 in der Turnhalle am Klüschenberg spannend: Gleich geht es für Werner, Tim und Co. auf die Bühne. Zunächst aber zeigen ihre Konkurrenten vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, was sie einstudiert haben. Die Parchimer beweisen Sportsgeist und klatschen tüchtig mit. Dann gehts auf die Bühne: Licht aus, Spot an. Die Kinder präsentieren ihren Tanz, die Jury beobachtet aufmerksam. Was hier binnen weniger Minuten vorbei ist, bedurfte wochenlanger Vorbereitung, erklärt Betreuerin Anke Pohla. Es hat sich gelohnt. Der Auftritt ist geglückt. Mit einem Wettkampfteil wie diesem will das DRK die Vielfalt im Vereinsleben unterstreichen. Am Nachmittag müssen auch die Großen ran. Für die Kleinen geht es dann an die inszenierten Unfallorte in der Stadt, für die höheren Alterstufen auf die Bühnenbretter. Nach einem ganzen Tag voller Wettkämpfe ist für die Jugendrotkreuzler am Abend immer noch nicht Schluss: Auf einen Fackelumzug folgt ein Diskoabend. Am nächsten Morgen aber sind alle schon wieder früh auf den Beinen, denn jetzt wird es spannend: Die Sieger werden gekürt. Für Parchims Jüngste wird es zum Triumph: Sie haben den Titel verteidigt.