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Corona in MV Drese begrüßt Elterngeld-Gesetzentwurf

Von Jörg Ratzsch (dpa) | 07.05.2020, 17:23 Uhr

Die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld soll vorübergehend geändert werden, damit Familien keine Nachteile entstehen.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat einen Gesetzentwurf zum Elterngeld begrüßt, von dem Familien in Mecklenburg-Vorpommern in der Corona-Krise profitieren könnten. „Familien entstehen beim Elterngeld aufgrund der Corona-Krise keine Nachteile. Das ist die wichtigste Botschaft an unsere jungen Eltern im Land", sagte Drese in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Berechnungsgrundlage für Elterngeld

Der Bundestag hatte am Donnerstag einen Gesetzentwurf der großen Koalition beschlossen, der die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld vorübergehend ändert. Normalerweise wird das durchschnittliche Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt für die Berechnung herangezogen. Wenn jemand wegen der Krise gerade weniger verdient, sollen die betreffenden Monate nun nicht mitgerechnet werden, so dass das Elterngeld nicht niedriger ausfällt.

Der Bundesrat muss den Ausnahmeregelungen noch zustimmen, sie sollen dann rückwirkend zum 1. März gelten. Laut Sozialministerium bezogen im vergangenen Jahr rund 16.200 Frauen und Männer Elterngeld in MV.

Elterngeld bekommen Mütter und Väter, wenn sie nach der Geburt des Kindes nicht oder vorerst nur wenig arbeiten wollen. Der Staat unterstützt das mit mindestens 300 Euro und maximal 1800 Euro im Monat - abhängig vom Netto-Verdienst vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld wird in voller Höhe maximal 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide an der Betreuung beteiligen.

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