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Durchschnittsalter der Schweriner Die Paulsstadt ist der jüngste Stadtteil

Von Christian Koepke | 02.11.2012, 10:16 Uhr

Der durchschnittliche Schweriner ist genau 46,59 Jahre alt. In der Paulsstadt leben die jüngsten, in Zippendorf die ältesten Einwohner, zeigt eine Statistik.

Genau 46,59 Jahre alt ist der durchschnittliche Schweriner. So weist es die aktuellste Statistik der Stadt aus. 1996 - als die Altersstruktur der Landeshauptstadt zum ersten Mal ausführlich schriftlich niedergelegt wurde - lag das Durchschnittsalter noch bei 39,68 Jahren.

Bei einem Blick auf die Altersstruktur der Bevölkerung in den Schweriner Stadtteilen ergibt sich ein durchaus differenziertes Bild. Jüngster Stadtteil mit einem Durchschnittsalter von 37,84 Jahren ist die Paulsstadt, gefolgt von der Schelfstadt mit 38,90 Jahren und der Feldstadt mit 42,32 Jahren.

Mit 64,53 Jahren haben die Zippendorfer das höchste Durchschnittsalter in der Landeshauptstadt. Die nachfolgenden Plätze belegen die Bewohner der Weststadt mit 52,86 Jahren und von Neu Zippendorf mit 52,48 Jahren.

1996 sah die Situation noch so aus: Die Liste der jungen Stadtteile führten die Göhrener Tannen mit einem Durchschnittsalter von 28,24 Jahren an, auf den nächsten Rängen rangierten Me dewege mit 34,56 Jahren und Krebs förden mit 34,71 Jahren. Ältester Stadtteil in der ersten Erhebung: Lankow mit eine m Durchschnittsalter von 46,04 Jahren, gefolgt von der Weststadt mit 45,95 Jahren und Neumühle mit 44,17 Jahren.

"Wir erstellen die Altersstatistik regelmäßig, um Politik und Verwaltung eine Grundlage für die Planung in den einzelnen Stadtteilen zu geben", erklärt die Leiterin der Statistikstelle in der Stadt, Karin Schallhorn. So lasse sich aus der Aufstellung unter anderem auch der Bedarf an Kita-Plätzen ablesen.

Ein Vergleich der aktuellen Statistik mit der Erhebung von 1996 weist aber auch diese Werte aus: Hatte die Landeshauptstadt vor 16 Jahren noch 117 843 Einwohner, sind es jetzt nur 96 361.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung richtete Vize-Oberbürgermeister Dr. Wolfram Friedersdorff aber erst jüngst den Blick nach vorn. Seit 2010 steige die Einwohnerzahl Schwerins wieder, betonte er. "Wir gehen davon aus, dass sich dieser stabile Trend fortsetzt." Ein jährlicher Bevölkerungszuwachs von 500 Einwohnern sei nicht mehr utopisch - auch angesichts der Tatsache, dass auch die Schweriner immer länger leben, so Friedersdorff.

Tatsächlich gibt es in der Landeshauptstadt heute doppelt so viele Hundertjährige als noch vor zehn Jahren. Laut Vize-OB wird die Gruppe der Über-60-Jährigen in den kommenden Jahren ein Drittel der Schweriner stellen. Hinzu komme der kontinuierliche Zuzug. "Wir müssen weiter Voraussetzungen schaffen für Arbeitsplätze und Wohnen", sagt Friedersdorff, der auch Bau- und Wirtschaftsdezernent ist. Gerade mit Blick auf Arbeitsplätze müsse Schwerin allerdings noch mehr in Richtung Industrie gehen, so der Vize-OB. Er ist überzeugt, dass die Ansiedlung von Nestlé einen wichtigen Schub geben werde. "Der Industriepark wird sich weiter entwickeln." Damit würden auch mehr Einwohner nach Schwerin ziehen.