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Video Der Schulanfang: Die ersten Wochen

Von Redaktion svz.de | 27.08.2015, 09:46 Uhr

Mit dem Schulanfang beginnt nun der Ernst des Lebens - dieser Spruch zählt sicherlich zu den Top drei der elterlichen Phrasen. Aber nicht nur für die Kids verändert sich vieles, auch die Eltern stehen vor neuen Aufgaben.

O-TON Dr. Heidemarie Arnhold, Pädagogin «Grundsätzlich müssen Sie sich darauf einstellen am Abend vorher den Schulranzen zu packen und nicht erst morgens früh in aller Hektik. Und Eltern sollten auch, das muss nicht jeden Tag sein, den Schulranzen kontrollieren. Wie sieht der aus, was ist da drin und die Brote wieder rauszunehmen. Eltern sollten mit dem Kind auch überlegen, was gehört denn eigentlich alles da rein und auch über das Pausenbrot sprechen.» Doch nicht nur der Ranzen wird gecheckt. Viele Eltern versuchen bereits in den ersten Wochen die Hausaufgaben zu kontrollieren und setzen damit nicht nur sich, sondern auch das Kind unter Druck. O-TON Dr. Heidemarie Arnhold «Machen Sie ihr Kind nicht verrückt, indem Sie schon am Anfang wie wie wild die Leistung kontrollieren. Im ersten Schuljahr geht es tatsächlich nicht so sehr um inhaltliche Leistungen, sondern sehr viel um soziale Kompetenzen. Sich in einem Klassenverband zu bewegen, still zu sitzen und sich an die Disziplin des Schulalltags zu gewöhnen.» Also den Kindern einfach vertrauen und geduldig sein. Die neue Situation ist für die Erstklässler ohnehin schon schwer genug, Druck wäre an der Stelle nur noch hinderlicher. O-TON Dr. Heidemarie Arnhold «Die Hausaufgaben und die Leistung wird ihnen der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin erklären. Auch dazu werden sie auf der ersten oder zweiten Elternversammlung ausführlich etwas erfahren.» Wie viel sich die Eltern aber in die Schulaufgaben ihrer Kinder einmischen sollten, hängt auch von den Empfehlungen der Bundesländer ab. Grundsätzlich gilt aber: Seien Sie geduldig mit Ihrem Kind, denn auch Erstklässler brauchen Feierabend!