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Holger Haul sorgt mit seinem Team seit fast 20 Jahren für befahrbare Straßen Der Kampf gegen die Schneemassen

Von Margit Hufsky | 30.12.2010, 10:43 Uhr

Auch für die großen Parkplätze in Neuhaus und für die Gehwege sind die Leute von Holger Haul zuständig. Durch den frühen Wintereinbruch wurden schon etwa 75 Tonnen Streusalz verbraucht.

Wenn Holger Haul vom gleichnamigen Baufachmarkt in Neuhaus aus dem Fenster sieht, beunruhigt ihn das Winterwetter nicht so sehr. Das ist für uns ein normaler Winter. Seit fast 20 Jahren, seit dem 16.11.1992, ist er mit seinem Team für den Winterdienst in Neuhaus zuständig. "Da haben wir schon eine gewisse Routine im Schneeräumen und uns bringt so schnell nichts aus der Ruhe", sagt er.

75 Tonnen Streusalz seit November verbraucht

Auf einer Strecke von 45,4 Kilometern Gemeindestraßen zwischen Rosien und Stiepelse sind seine Kollegen Axel Lüttmann und Adolf Breitenstein mit dem LKW mit Streuaufsatz und Sven Dobroch mit dem Radlader tagtäglich unterwegs. Christian Fabel fährt den Trecker mit einem Schneeschieber.

"Morgens um 3 Uhr klingelt der Wecker und dann wird zuerst einmal geschaut wie die Wetterlage ist. Je nach Straßenzustand starten dann die ersten Fahrzeuge um vor allem die Busstrecke bis gegen 7 Uhr befahrbar zu haben. Danach geht es in die verschiedenen Ortslagen. Wir sorgen dafür, dass die Bürger frühmorgens zu ihrer Arbeitsstelle kommen und halten die Zufahrten für den Rettungsdienst und die Feuerwehr offen" sagt Haul.

"Auch für die großen Parkplätze in Neuhaus, wie z.B. am Penny-Markt, an Sparkasse und Raiffeisenbank und für die Gehwege sind wir zuständig. Durch den frühen Wintereinbruch - seit Ende November sind wir auf Tour - wurden schon etwa 75 Tonnen Streusalz verbraucht. Das zehrt natürlich auch an den Vorräten. Aber für die nächsten vier Wochen ist noch alles im grünen Bereich", sagt Haul. Dann wird nachgebunkert. Auch wenn in diesem Jahr der Preis für das Streusalz um rund 25 Prozent gestiegen ist. Der Winterdienst kann natürlich nicht überall gleichzeitig sein und so gibt es immer mal wieder Bürger, die mit dem Zustand einiger Straßen und Plätze nicht zufrieden sind. Das liegt dann manchmal aber auch im Zuständigkeitsbereich anderer Räumdienste. Den Bürgern sei angeraten, den Schnee nicht auf die Straße, sondern an den Rand der Gehwege zu schieben. Wenn der Schneepflug durch die Straßen fährt, kann es sonst dazu kommen, dass das ganze wieder auf dem Gehweg landet und die Leute sind dann sehr verärgert, sagt Holger Haul. Er freut sich jetzt erst einmal auf Silvester da geht es an die Ostseeküste zum entspannen.