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Nach heftiger Kritik Nach Rechenfehler: Lungenarzt Dieter Köhler verteidigt Stellungnahme

Von dpa | 17.02.2019, 13:21 Uhr

Der Lungenarzt Dieter Köhler hatte den Sinn von Feinstaub- und Stickoxid-Grenzwerten in Frage gestellt.

Der Lungenarzt Dieter Köhler rückt auch nach heftiger Kritik an Rechenfehlern in seiner vielbeachteten Stellungnahme zur Gefährdung durch Luftschadstoffe nicht von seiner Position ab. Die angebliche Fehlberechnung sei für die Autoren nicht nachvollziehbar, teilte er am Sonntag mit. In der Stellungnahme vom Januar war der Sinn von Feinstaub- und Stickoxid-Grenzwerten in Zweifel gezogen worden. Der von nur etwa 130 der 3800 angeschriebenen Lungenärzte unterschriebene Text hatte eine breite Debatte über die Grenzwerte ausgelöst.

Mehr Unterschriften nach Stellungnahme

Deutsche und internationale Experten hatten der Stellungnahme entschieden widersprochen, unter anderem unter Verweis auf neue Forschungsergebnisse. Die medizinischen Aussagen zur gesundheitlichen Relevanz der geltenden Grenzwerte blieben für die Autoren unverändert, hieß es von Köhler nun. Die Zahl der Unterzeichner habe sich seit der ursprünglichen Stellungnahme noch erhöht – um wie viele genau, wurde nicht mitgeteilt.

Irrtümer eingeräumt

Über die Rechenfehler in der Stellungnahme hatte zunächst die "taz" berichtet. Sie gingen auf fehlerhafte Umrechnungen und falsche Ausgangswerte zurück, hieß es am Donnerstag in dem Bericht. Dabei ging es unter anderem um die von Rauchern aufgenommene Feinstaubdosis. Köhler hatte daraufhin Irrtümer eingeräumt.