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Zivilisten als Ziel Dänemark: 23-Jähriger kommt wegen Terrorverdacht in U-Haft

Von dpa | 01.05.2020, 22:17 Uhr

Der Geheimdienstchef sagte, der Verdächtige sei vom islamistischen Terrorismus inspiriert worden.

Ein 23 Jahre alter Terrorverdächtiger ist in Dänemark für vier Wochen in Untersuchungshaft genommen worden. Das entschied das zuständige Gericht in der Kopenhagener Nachbarkommune Frederiksberg am Freitag bei einer Verhandlung hinter verschlossenen Türen, wie die Nachrichtenagentur Ritzau und weitere dänische Medien berichteten. Dem jungen Mann wird vorgeworfen, versucht zu haben, an Schusswaffen zu gelangen, um damit einen mutmaßlichen Terrorangriff zu verüben. Er wies eine Schuld vor Gericht von sich.

Vom islamistischen Terrorismus inspiriert

Der 23-Jährige war am Donnerstag bei einer gemeinsamen Aktion der Kopenhagener Polizei und des dänischen Geheimdienstes PET festgenommen worden. Geheimdienstchef Flemming Drejer sagte, seine Behörde sei zu der Einschätzung gelangt, dass der Verdächtige vom islamistischen Terrorismus inspiriert worden sei und alleine gehandelt habe.

Ziel: Zivilisten und Polizisten

Wo genau in Dänemark oder im Ausland der Angriff hätte stattfinden sollen, gaben die Behörden nicht bekannt. Der dänische Justizminister Nick Hækkerup sagte dem Fernsehsender TV2 jedoch, der Mann habe mutmaßlich auf Zivilisten und Polizeibeamte schießen wollen.