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Mecklenburg-Vorpommern Chronik weiterer ungeklärte Mordfälle

Von Redaktion svz.de | 29.03.2012, 09:46 Uhr

Weiterer ungeklärter Morde: Mord verjährt nicht.

In einigen Fällen wird noch Jahre nach dem Verbrechen nach dem Täter gefahndet.

1992, Stralsund. Am 9. Januar 1992 wurde die Schwesternschülerin Simone Kohrs aus Katzenow bei Stralsund Opfer eines brutalen Tötungsverbrechens. Als die 17-Jährige mit dem Bus in die Stadt wollte, wurde sie an der Bushaltestelle vor ihrem Elternhaus entführt, mit Äther betäubt und ermordet. Seit 20 Jahren sucht die Polizei nach dem mysterösen Äthermörder.

 1994, Malchin. Auf einem Hof im Malchiner Neubauviertel Am Zachow spielte Susann Jahrsetz am 12. August 1994 mit zwei gleichaltrigen Jungen Tischtennis. Als es regnet laufen die Kinder durch den Keller ins Haus. Das 10-jährige Mädchen war seitdem verschwunden. Erst zwei Jahre später wurde die Leiche in einem Kontrollschacht auf einem Acker gefunden.

1994, Usedom. Im Hotel "Baltic" in Zinnowitz hatte es sechsmal in Folge gebrannt. Hotelbesitzer Hans Dornbusch heuerte daraufhin eine Sicherheitsfirma an. Unbekannte erschossen einen Wachmann dieser Firma, als er nachts an der Rezeption seinen Dienst verrichtete. Der mysteriöse Mord wurde niemals aufgeklärt.

1994, Greifswald. In der Hansestadt verschwand am 3. Mai 1994 die 22-jährige Regina Mehling spurlos. 28 Tage später wurde ihre Leiche an einem alten Kuhstall in Eldena in Strandnähe entdeckt.

 1997, Neubrandenburg. Am späten Abend des 13. Oktober 1997 wurde ein 51-jähriger Geldbote vor einem Supermarkt von zwei maskierten Männern mit einer Kalaschnikow bedroht und zur Herausgabe der Geldkoffer gezwungen. Danach erschossen die beiden bis heute Unbekannten den Wachmann und flüchteten.

2003, Demmin. Autohändler und Hausbesitzer Martin K. wurde am 1. September 2003 zu einem einsamen Gehöft gelockt - angeblich sollte er sich mit einer Wohnungsinteressentin treffen. Zwei Tage später fanden ihn Spaziergänger tot und unbekleidet am Ufer der Peene. Sein Körper wies Spuren schwerer Misshandlungen auf.

2007, Usedom. Die Schweizerin Heidi Broger-Forster verschwand im Februar 2007 in Mölschow. Der skelettierte Körper der 39-Jährigen wurde zehn Monate später in einem alten, nicht mehr genutzten Landwirtschaftsilo zwischen Mölschow und Karlshagen gefunden. Ein nach Buntmetall suchender Anklamer entdeckt damals die Leiche.