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Schwerin/Berlin Bundeswehrstandorte in MV - Hagenow bleibt, Lübtheen muss bangen

Von zvs | 25.10.2011, 08:22 Uhr

Hochspannung vor der Bekanntgabe der neuen Bundeswehrstruktur durch Verteidigungsminister Thomas de Maizière am Mittwoch.

30 bis 40 Standorte in ganz Deutschland sollen geschlossen und 58 verkleinert werden. Nach mehreren übereinstimmenden Informationen unserer Redaktion aus Militär- und Politikkreisen bleibt Hagenow als Bundeswehrstandort des Panzergrenadierbataillons 401 bestehen. Informationsstand gestern 18.27 Uhr. Hagenow ist mit 1360 Soldaten und 100 Zivilbeschäftigten hinter Rostock der größte Armeestandort in Mecklenburg. Unklar war bis gestern noch die Zukunft des Truppenübungsplatzes Lübtheen.

Hoffnung auch für Schwerin. "Wir gehen aber davon aus, dass das Landeskommando in Schwerin in der Werderkaserne verbleiben wird", sagt Oberstleutnant Klaus Brandel, Presseoffizier des Landeskommando (LK) Mecklenburg-Vorpommern. Wieviele Dienstposten es umfassen werde, sei allerdings in der Schwebe. Am Standort Schwerin sind derzeit 130 Dienstposten der Bundeswehr mit 50 Militärangehörigen und 80 Zivilbeschäftigten besetzt. Davon entfallen 48 auf das Landeskommando und 80 auf das Kreiswehrersatzamt.

Rostock könnte von der Reform profitieren. Nach bisherigen Informationen soll der Marinestützpunkt Eckernförde und das Flottenkommando Glücksburg geschlossen werden. Das Kommando wird den Kreisen zufolge entweder nach Kiel oder nach Rostock verlegt. In der Warnowstadt ist bereits das Marineamt stationiert. Ob allerdings in Rostock-Warnemünde künftig weiter Schiffe liegen oder nur Verwaltungsaufgaben erledigt werden, ist bislang unklar. "Welche Standorte bleiben, wir wissen darüber bisher nichts", sagte gestern der Kommandeur des 7. Schnellbootgeschwaders, Fregattenkapitän Christian Walter Meyer.

Der Fliegerhorst in Laage scheint dagegen sicher. Das hatte Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bereits vor einem Jahr bei einem Besuch angedeutet.

In Neubrandenburg gibt es dagegen seit Wochen Gerüchte, dass der Standort gefährdet ist. "Wir müssen mit erheblichen Einschnitten rechnen", sagte Oberbürgermeister Paul Krüger. Insgesamt sind dort 2000 Soldaten stationiert. Das Gros dient im Fliegerhorst Trollenhagen.