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Pferdeshow und Konzert in Gadebusch Beifallsstürme auf dem Zuchthof

Von Michael Schmidt | 19.09.2011, 11:45 Uhr

Rasse, Klasse, Beifallsstürme - die siebte Auflage der Veranstaltung "Pferde und Klassik" dürfte vielen Gästen lange in Erinnerung bleiben. Das lag nicht nur am spektakulären Abwurf eines Reiters.

Rasse, Klasse, Beifallsstürme - die siebte Auflage der Veranstaltung "Pferde und Klassik" dürfte vielen Gästen lange in Erinnerung bleiben. Das lag nicht nur am spektakulären Abwurf eines Reiters, sondern auch an der Mecklenbur gischen Staatskapelle Schwerin mit den Solisten Petra Nadvornik und Itziar Lesaka. Sie ernteten wahre Beifallsstürme.

Der Reihe nach: Zunächst hatten 35 Mitwirkende ihren Auftritt bei der Parodie "Der Falschmünzer". Reibungslos verlief die Show nicht - dem Falschmünzer wurde die Perücke vom Kopf gerissen, ein Reiter fiel vom Pferd, ein Trommler samt Gefolge marschierte zur falschen Zeit über den Parcours. Übel nahmen die Zuschauer dies den Protagonisten nicht. Sie schmunzelten, hielten mitunter den Atem an, als beispielsweise André Holste vom Pferd geworfen wurde. "Es war ein Ersatzpferd, ist relativ unerfahren und kannte den Schwertkampf nicht. Die Hauptsache ist, dass dem Pferd nichts passiert ist. Auch ich habe das gut überstanden", sagte Holste. Auch Falschmünzer Marcel Dorn konnte nach der Parodie über die kleinen Pannen schmunzeln: "Dafür, dass wir alle Laiendarsteller sind, ist das gut gelaufen. Dass jemand vom Pferd fiel, passte sogar in die Kampfszene, und der Spaß kam auch nicht zu kurz." Dem positiven Fazit schlossen sich auch Zuschauer, wie Gadebuschs Ehrenbürger Håkan Bürgemeister aus Schweden, an. Nur einer meinte, das sei dieses Mal ein ziemlich hartes Stück Arbeit gewesen: Dr. Gerhard Schotte. Er hatte die Idee, ein Stück Gadebuscher Geschichte, den Gästen hoch zu Ross zu präsentieren.

Hochachtung zollte der Vorsitzende des Kreissportbundes, Wolf-Peter Oswald den Organisatoren, Darstellern und der Mecklenburgischen Staatskapelle. "Solch ein Event mit Pferdesport und Kultur ist meines Wissen nach wohl einmalig in Nordwestmecklenburg. Gadebusch ist ein Aushängeschild, was auch an der großen Zuschauerresonanz deutlich wurde." Zwischen 800 und 1000 Gäste waren zum Zuchthof Makowei geströmt, um die Pferdeshow sowie die Staatskapelle unter der Leitung von Christian Schumann zu erleben. Die Musiker nahmen die Gäste mit auf eine Reise von London über Russland bis Bagdad - und auch zur "Lustigen Witwe". Nicht fehlen durfte Filmmusik aus "Apocalypse Now" oder aus dem mit sieben Oscars ausgezeichneten Streifen "Schindlers Liste".