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Mecklenburg-Vorpommern Bahnfirma kritisiert Kündigung: Protest vor Staatskanzlei geplant

Von Redaktion svz.de | 10.09.2013, 06:22 Uhr

Beschäftigte der Privatbahn Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) wollen von morgen an vor der Staatskanzlei in Schwerin eine Mahnwache abhalten.

Man hoffe auf Gespräche mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), dem Verkehrs- und dem Sozialministerium, wie der Betriebsrat des Unternehmens heute in Neubrandenburg mitteilte.

Hintergrund sei, dass die landeseigene Verkehrsgesellschaft den Vertrag über das Stammnetz der OLA - die Bahnstrecke von Lübeck über Bützow, Güstrow, Neubrandenburg nach Pasewalk und Ueckermünde - kurzfristig bereits zum Dezember diesen Jahres, statt Ende 2014, gekündigt habe. Nun sei unklar, was aus den betroffenen 110 OLA-Mitarbeitern werde.

Um die Vergabe der Strecke streiten sich die OLA und das Land schon länger, allerdings sollte der Betrieb bisher erst ab Dezember 2014 wechseln. Die älteste Privatbahn im Nordosten, die auch den Fernzug Interconnex von Leipzig nach Rostock betreibt, hat das Land verklagt, weil es sich bei der Vergabe des nach OLA-Angaben rund 300-Millionen-Euro-Auftrags benachteiligt sah. Im Dezember 2012 hatte das Land nach einer Ausschreibung den Auftrag für die Strecke Lübeck-Pasewalk ab Ende 2014 an die Deutsche Bahn vergeben. Das Rostocker Oberlandesgericht will am 25. September verkünden, ob die Vergabe der Strecke neu ausgeschrieben werden muss.