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Klimaschutz Backhaus wirbt für Bauen mit Holz

Von Frank Pfaff | 28.08.2019, 16:09 Uhr

Deutsche Forst- und Holzwirtschaft leiste großen Beitrag zum Klimaschutz

Umwelt- und Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat für eine verstärkte Nutzung von Holz als Baumaterial geworben. Holz sei ein wichtiger CO2-Speicher und mit dem Naturstoff könnten «klimabelastende Beton- und Stahlprodukte» ersetzt werden, erklärte Backhaus am Mittwoch anlässlich einer Veranstaltung in Lubmin.

Neuer Schutzwald in Lubmin

Dort wurde ein 83 Hektar großer Wald offiziell zum Schutzwald erklärt und als erstes von bislang neun solcher Gebiete im Land mit einem speziellen Kennzeichnungsschild ausgestattet. Laut Landeswaldgesetz dürfen in solchen Forsten keine Kahlschläge vorgenommen werden.

Nach den Worten von Backhaus kommt den Wäldern eine Schlüsselrolle beim Klima- und Artenschutz zu. Sie produzierten Sauerstoff, reinigten Luft und Wasser, schützten vor Lärm und Erosion und böten Lebens- und Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen.

Studien belegen Wirkung der Holzprodukte

Der Minister verwies auf Studien, nach denen der Beitrag der deutschen Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz mit etwa 127 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr angegeben werde. Das entspreche etwa 14 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen. Daran könne man erkennen, dass nicht nur die Waldmehrung, sondern auch die stoffliche Substitution durch Holzprodukte eine erhebliche Rolle spiele.