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Internet-Sprechstunde der Ministerpräsidentin Auf einen Chat mit Manuela Schwesig

Von Sophia-Caroline Kosel | 28.12.2017, 12:00 Uhr

Ministerpräsidentin läutet in der Staatskanzlei eine Zeitenwende ein

Die als online-affin bekannte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will vom kommenden Jahr an regelmäßig in Internet-Chats den Austausch mit den Bürgern suchen. „An einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit wird es die Möglichkeit geben, in einen Chat mit der Ministerpräsidentin einzutreten“, so die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern. Einen Starttermin gebe es noch nicht. Die 43-Jährige gilt unter deutschen Spitzenpolitikern als einer der eifrigsten Nutzer sozialer Medien. Ihr folgen auf Twitter aktuell mehr als 134 000 Nutzer. Damit führt sie nach einer Auswertung des dpa-Monitoringdienstes Buzzrank die Rangliste der Ministerpräsidenten unangefochten an. „Ich bin in den sozialen Medien sehr aktiv, auf Twitter auf Facebook. Mir ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger recht viel über die politische Arbeit erfahren“, begründete Schwesig.

Auf ihr Betreiben hin wurde in der Staatskanzlei in Schwerin eine Mitarbeiterin speziell für Social Media eingestellt. Sie solle dabei helfen, rasch über politische Entscheidungen und Entwicklungen im Land zu informieren. Damit werde die Landesregierung, was die Mediennutzung angehe, im 21. Jahrhundert ankommen. „Ich möchte sie aus dem Dornröschenschlaf wecken“, sagte Schwesig, deren Vorgänger eher die klassischen Informationswege bevorzugten. Das Internet biete immer neue Möglichkeiten der Kommunikation. „Und das sind Kanäle, die auch wir nutzen müssen. Nicht nur einseitig, dass wir etwas mitteilen, sondern eben auch in Dialogform“, betonte sie. Schon jetzt sei es möglich, mit ihr auf Facebook oder Twitter in Kontakt zu treten und zu diskutieren. Zielgruppen seien dabei nicht nur junge Leuten. Auch die mittlere Generation sei vielfach sehr aktiv in den sozialen Medien unterwegs.