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Krankenkasse Anteil der Fettleibigen in MV am höchsten

Von Iris Leithold (dpa) | 05.05.2020, 12:24 Uhr

Bundesweit ist die Zahl der Fettleibiger gestiegen. Gründe dafür sind schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung. Die Corona-Krise verschärft die Probleme.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Anteil fettleibiger Menschen an der Bevölkerung laut Krankenkasse KKH am höchsten. Im Jahr 2018 waren einer Datenauswertung der Kasse zufolge im Nordosten 14,2 Prozent der Versicherten laut ärztlichem Attest deutlich zu dick, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit einem Anteil von 13,7 Prozent und Brandenburg mit einem Anteil von 12,3 Prozent. Wie die KKH am Dienstag weiter mitteilte, wies Hamburg mit 8,6 Prozent den geringsten Anteil fettleibiger Menschen auf.

Bundesweit sei die Zahl der fettleibigen Versicherten von 2008 bis 2018 um mehr als 36 Prozent gestiegen. Die Gründe dafür seien neben schlechter Ernährung auch zu wenig Bewegung.

Die Corona-Krise verschärfe das Problem noch, warnte die Kasse. Die Kontaktbeschränkungen und das Arbeiten im Homeoffice könnten die Verhaltensweisen bei Ernährung und Bewegung in eine inaktive Richtung lenken. Die KKH riet zu jeder noch so kleinen Bewegung, wie beim Telefonieren auf- und abgehen und spazieren gehen.