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Mordprozess um Leonie Angeklagter war zu Geschwistern geflüchtet

Von Winfried Wagner | 04.11.2019, 12:32 Uhr

Der Stiefvater geriet nach widersprüchlichen Aussagen unter Verdacht und sollte am 14. Januar bei einer Vernehmung in Pasewalk festgenommen werden.

Im Mordprozess gegen den Stiefvater der sechsjährigen Leonie hat eine Schwester des Angeklagten berichtet, wie der 28-Jährige nach seiner Flucht aus einer Polizeiwache im Januar plötzlich bei ihr aufgetaucht war. „Er stand morgens vor meiner Tür, ich habe noch die Kinder zur Kita gebracht und dann haben wir miteinander geredet“, sagte die 27-Jährige als Zeugin. Er habe gekniet, und gesagt, „dass er nichts gemacht hat.“

Angeklagter blieb eine Woche verschwunden

Im Anschluss habe man den Anwalt aus Wolgast informiert, der den 28-Jährigen jetzt auch vor Gericht vertritt. Der flüchtige Bruder sei bei Geschwistern in Torgelow und Groß Luckow im Umfeld von Pasewalk geblieben, bis ihn der Anwalt am 21. Januar abgeholt habe und zur Polizei bringen wollte. Kurz vor Anklam hatte die Polizei damals den Flüchtigen im Auto des Anwaltes festgenommen.

Das Mädchen war am 12. Januar tot in der Wohnung des Stiefvaters und der Mutter in Torgelow gefunden worden. Der Stiefvater geriet nach widersprüchlichen Aussagen unter Verdacht und sollte am 14. Januar bei einer Vernehmung in Pasewalk festgenommen werden. Dort konnte er aber wegrennen und blieb etwa eine Woche verschwunden.

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Zu der Familie des Angeklagten gehören noch fünf Geschwister. Der Vater gestand ein, dass er den Angeklagten nach seiner Flucht am 14. Januar mit dem Auto in Pasewalk abgeholt und bis Drögeheide, einem Ortsteil von Torgelow, gebracht habe. Dann habe er „damit nichts mehr tun haben wollen“ und sei weggefahren.