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Wittenburg Alpincenter will sich in fünf Jahren komplett wandeln

Von Mayk Pohle | 16.10.2011, 06:25 Uhr

Es war der Tag, auf den alle im van der Valk-Team mehr als 13 Monate gewartet hatten.

Angesichts der Menschenmengen, die vor allem am Nachmittag ins Alpincenter strömten, bekamen einige der Manager das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Endlich wieder etwas los, endlich wieder Leute da, und wenn es nach den holländischen Planern geht, soll das in den kommenden Jahren auch so bleiben.

Für die Region kann das bedeuten, dass man künftig Ferien vor der Haustür erleben kann. Denn das Konzept, das die Planer auf der Pressekonferenz vorstellten, richtet sich an die ganze Familie, an die Aktiven wie die Faulen. Denn schon beim Kauf wusste die Valk-Gruppe, dass man mit der Skihalle allein nicht glücklich werden würde. Dafür gibt es im ganzen Norden zu wenige, die wirklich fahren wollen und dafür ist die Konkurrenz mit der Halle in Bispingen zu groß.

Ein Einkaufszentrum soll her, mit 12 800 Quadratmetern Einkaufsfläche viel kleiner als das Schweriner Schlossparkcenter. Konkretere Pläne gibt es noch nicht, nur dass die bekannten Marken Interesse am Standort direkt an der A 24 bekundet hätten, das ließen sich die Planer schon entlocken.

Unternehmensoberhaupt Vincent van der Valk betonte, dass es ihm um ein in sich schlüssiges Konzept gehe. Priorität habe dabei die Familienfreundlichkeit. Spürbar war das Bemühen, die Behörden und die politisch Verantwortlichen früh einzubeziehen. Denn noch geht es nur um eine Vision, auch wenn diese schon recht detailliert ist.

Und so konnte und wollte man auch nicht zu Detailfragen Stellung nehmen, beispielsweise zur Schwimmhalle. Wie groß, welche Becken, wie viele Rutschen, wie groß wird die Saunalandschaft all das steht wohl noch nicht fest. Nur die Entscheidung, dass es eine solche Schwimmhalle geben soll, die ist gefallen.

Konkreter sind die Pläne zur Vergrößerung des Hotels, das wird wohl zuerst in Angriff genommen. Bereits angelaufen ist eine große Werbekampagne. Neben der engen Region heißt die neue Zielrichtung: Berlin. Dort gibt es keine Skihallenkonkurrenz und dort gibt es auch weniger Vorbehalte gegen ein Ziel in Mecklenburg.

Dass die Holländer einiges an Stehvermögen haben, das wurde schon einmal bewiesen in Linstow. Auch dort gab es am Anfang mehr als berechtigte Zweifel, ob sich so ein riesiges Feriendorf an abgelegener Stelle würde füllen lassen. Diese Zweifel sind durch Fakten beseitigt worden und so ist es kein Wunder, dass die Holländer nun auch Wittenburg ein Feriendorf als Teil des neuen Konzeptes verpassen wollen.