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Und was ist Allerseelen? Allerheiligen 2021: Was gefeiert wird – und wo es ein Feiertag ist

Von KNA, mao | 31.10.2021, 16:30 Uhr

Allerheiligen 2021 ist am Montag, 1. November. Was der katholische Feiertag bedeutet und wer an diesem Tag frei hat.

An Allerheiligen, dem 1. November, besuchen viele Menschen die Gräber ihrer Angehörigen. Dabei war das Totengedenken ursprünglich dem 2. November vorbehalten, dem sogenannten Allerseelentag.

Allerheiligen 2021: Was wird gefeiert?

An Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche den Menschen, die "ein heiligmäßiges" Leben geführt haben. Dabei lenkt sie den Blick darauf, dass nach der Lehre der Kirche jeder Gläubige zur Heiligkeit berufen ist. Entsprechend können – neben den offiziell Kanonisierten – viele Verstorbene als Heilige verehrt werden. Allerheiligen ist traditionell ein österliches Fest, die liturgische Farbe ist daher weiß. Zum Evangelium werden die Seligpreisungen aus der Bergpredigt gelesen.

Allerheiligen 2021: In welchen Bundesländern ist es ein Feiertag?

Allerheiligen ist nur in stärker katholisch geprägten Bundesländern ein Feiertag: In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In eher evangelisch geprägten Bundesländern ist der Reformationstag ein Feiertag.

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Allerheiligen 2021: Was bedeutet Allerseelen?

An Allerseelen, am 2. November, gedenkt die katholische Kirche der Toten. Nach alter Tradition beten die Hinterbliebenen vor allem für die Seelen im Fegefeuer, für jene also, die vor ihrer Vereinigung mit Gott noch einer Phase der Reinigung bedürfen. Die liturgische Farbe des Festes ist violett.

Seit wann gibt es Allerheiligen und Allerseelen?

Bereits im 4. Jahrhundert ist in Antiochien ein "Herrentag aller Heiligen" belegt, der am Sonntag nach Pfingsten gefeiert wurde. Im Zuge der Christenverfolgungen war die Zahl der Märtyrer rasant angestiegen, so dass es ratsam erschien, einen Festtag für all jene Heiligen einzuführen, denen im kirchlichen Kalender kein eigener Gedenktag eingeräumt werden konnte. Papst Gregor IV. war es schließlich, der dieses Fest 835 verbindlich für die Gesamtkirche auf den 1. November legte. Als Initiator hierfür gilt der mittelalterliche Theologe Alkuin. Orthodoxe Christen feiern das Fest weiterhin am Sonntag nach Pfingsten.

Der Allerseelentag geht auf Abt Odilo von Cluny zurück. 998 führte er diesen Gedenktag für die Verstorbenen in allen ihm unterstellten Klöstern ein. Schnell verbreitete sich die Idee, die offizielle Festsetzung des Gedenktages erfolgte erst im Jahr 1915 durch Papst Benedikt XV..

Was verbindet Allerheiligen und Allerseelen?

Dass sich das Totengedenken mehr und mehr auf den Allerheiligentag verschoben hat, hat vor allem pragmatische Gründe. Schließlich ist Allerheiligen in mehreren Bundesländern Feiertag. Theologisch stehen beide Feste in einem engen Zusammenhang. So gründen Allerheiligen und Allerseelen in der christlichen Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten besteht.

Welche Bräuche gibt es an Allerheiligen und Allerseelen?

An Allerheiligen und Allerseelen Tagen besuchen viele Menschen die Gräber ihrer Angehörigen, die zu diesem Anlass festlich geschmückt wurden. Vor allem in katholisch geprägten Regionen gibt es Gräberumgänge und Gräbersegnungen. Oft kommen Familienmitglieder aus nah und fern zusammen. Im süddeutschen Raum werden in diesen Tagen süße Seelenzöpfe oder Seelenbrezeln gebacken. Diese werden aus Blätterteig hergestellt und mit Mandeln oder Zucker bestreut.

In Mexiko wird rund um Allerheiligen der "Dia de los muertos" gefeiert, ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren der Toten, bei dem sich indigene und christliche Traditionen vermischt haben.