Ein Angebot des medienhaus nord

Mecklenburg-Vorpommern AfD-Jubel

Von Thomas Lanig | 22.09.2013, 09:32 Uhr

Viele haben die Eurogegner der Alternative für Deutschland nicht ernst genommen.

Das wird sich jetzt ändern. Das gute Ergebnis der AfD ist eine schlechte Nachricht für die Kanzlerin - so oder so. Die Stimmung im Hotel "Maritim" an der Berliner Friedrichstraße ist von Anfang an euphorisch. Die Sensation liegt in der Luft, lange Schlangen vor dem Biertresen. Ältere Herren mit Schlips und Einstecktuch, aber nicht nur.

Dann die erste Prognose. Der Jubel ist grenzenlos. Die Eurokritiker von der Alternative für Deutschland (AfD) sind nahe der Fünf-Prozent-Hürde gelandet. "Merkel - wir kommen", ruft der Berliner Kandidat Sari Saleh. Die Halle kreischt. Bis zuletzt hatte die Partei um den Wirtschaftsprofessor Lucke (51) darauf gehofft, dass die Umfragen sie unterschätzt hätten. Zwar wies die AfD-Führung die Einschätzung als rechtspopulistisch immer wieder zurück. Dennoch war sie wohl auch für Wähler von Rechtsaußen attraktiv - beim Thema Zuwanderung etwa formulierten Lucke und andere wohl bewusst zweideutig.

Auffällig war schon, dass die AfD nicht nur einen gut organisierten, sondern auch einen finanziell gut ausgestatten Wahlkampf geführt hat. Und fast subversiv bemalten AfD-Anhänger in den letzen Tagen noch Berliner Bürgersteige mit der Parole "Mut zur Wahrheit - Alternative für Deutschland."