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Brüel Ärger über Unordnung wächst

Von Roswitha Spöhr | 17.02.2011, 12:37 Uhr

Sie sei schockiert gewesen über die Unordnung am Kleidercontainer nahe der Brüeler Schule, erklärte eine Leserin gegenüber unserer Zeitung. Eigentlich hatte sie selbst Kleidung dort hinein werfen wollen.

Sie sei schockiert gewesen über die Unordnung am Kleidercontainer nahe der Brüeler Schule, erklärte eine Leserin aus Brüel gegenüber SVZ. Eigentlich hatte sie selbst einige Kleidungsstücke dort hinein werfen wollen, meinte sie. Nun aber werde sie direkt zur DRK-Kleiderkammer nach Sternberg fahren und die Sachen abgeben. "Warum räumt man den Behälter nicht weg?", fragt sie.

"Der Container ärgert uns auch, aber das DRK als Betreiber wurde schon vor längerer Zeit informiert", sagt Bürgermeister Jürgen Goldberg. Der Standort am alten Heizwerk bereite der Stadt die größten Probleme, weiß er. Immer wieder liege dort Unrat neben den Containern. Das beschert dann den Mitarbeitern des Brüeler Bauhofes zusätzliche Arbeit. "Zuerst brannte es im Papiercontainer. Wir waren gerade im Winterdienst unterwegs und als wir kamen, kohlte es noch. Etwa zehn Tage später brannte dann der Kleiderbehälter", erinnert sich Bauhofsleiter Norbert Krienke. Er habe wiederholt im Ordnungsamt angerufen, wann denn der kaputte Container beseitigt werde, erklärte er gegenüber SVZ.

"Den Ärger kann ich verstehen", sagt Olaf Steinberg, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Sternberg. Die alten Behälter sollen in nächster Zeit durch neue, moderne ersetzt werden, die eine bessere Handhabe ermöglichten, so Steinberg. Das erfolge über eine Firma. Der Vandalismusschaden in Brüel sei bekannt. "Wir haben schon einmal Kleidung abgeholt und auch ein Schild aufgestellt, dass dort keine Kleidung mehr eingeworfen werden soll. Aber das Schild ist offensichtlich entfernt worden", so der Vereinsvorsitzende. "Wenn dort jetzt wieder Unordnung ist, werden wir uns kümmern", verspricht Olaf Steinberg.

Der Austausch der Container soll in den nächsten Wochen vorgenommen werden und Steinberg hofft, dass dies noch im ersten Quartal passiere.

Kleidung könne aber auch direkt bei der Kleiderkammer des DRK in Sternberg, im Haus der Beratung in der Karl-Marx-Straße, abgegeben werden, sagt er. Die Kleiderkammer ist montags und dienstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Mittwochs wird sortiert, sodass dann in der Regel auch jemand vom DRK-Ortsverein zu erreichen ist. "Einige stellen die Kleidertüten aber auch vor die Tür. Das ist möglich", sagt Olaf Steinberg.

DRK-Kleidercontainer stehen in Brüel, Sternberg und Leezen. Das meiste, was dort hineingeworfen wird, sei auch in Ordnung. Aber leider gebe es auch Leute, die Müll oder Sachen für den Gelben Sack zwischen Kleidung verstecken würden. "Das ist unverschämt auch gegenüber den Leuten, die die Container entleeren und die die Sachen sortieren", ärgert sich der Ortsvereinsvorsitzende.

Allein an 13 Plätzen im Amt Sternberger Seenlandschaft stehen Container für Kleider und Schuhe von East-West Textilrecycling, u. a. in Brüel, Blankenberg und anderen Gemeinden des früheren Amtes Brüel. Mehrere Container gibt es auch in Warin, keine allerdings in Sternberg. Die Entleerung erfolge regelmäßig nach einem Tourenplan, sagt Jörg Wolfgram von East-West Textilrecycling in Zurow. Wobei er auch persönlich die Stellplätze kontrolliere, wie er sagt. Wenn Container verdreckt oder defekt seien, würden das auch die Fahrer melden. Zudem gebe es einen guten Kontakt zu den Gemeindearbeitern und auch Bürger würden anrufen. Die Telefonnummer des Unternehmens steht auf jedem Container.

"Leider bleiben auch wir nicht davon verschont, dass hin und wieder Sachen im Container sind, die da nicht hineingehören. Es geht nicht darum, dass Bürger ihren Restmüll auf diese Art und Weise reduzieren. Wenn Säcke mit Restmüll bis hin zu Essensresten darunter sind, ist es auch für die Leute, die die Container entleeren, sehr unangenehm", sagt Wolfgram. Und schränkt gleichzeitig ein, dass dies im Brüeler Bereich zum Glück nicht so sehr häufig vorkomme. Richtig Probleme gebe es damit beispielsweise in Rehna und Schönberg. Das kann soweit gehen, dass Behälter weggenommen werden.

Um das Entleeren der Container zu erleichtern, bittet Jörg Wolfgram, die Bekleidung nur in Tüten oder einem Sack in die entsprechenden Behälter zu geben.