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Fahrt von Kenia nach Sansibar 30.000 Sandalen verbaut: Segelboot "FlipFlopi" wirbt für Plastikverwertung

Von afp | 27.01.2019, 15:43 Uhr

Buntes Segelboot mit ernster Botschaft: Die "Flipflopi" ist auf ihrer Reise zur letzten Etappe aufgebrochen.

Es besteht aus Flip-Flops und Plastikresten und treibt derzeit auf einer Mission im Indischen Ozean: Das traditionelle Segelboot, eine sogenannte Dau, startete am Sonntag in der kenianischen Küstenstadt Watamu zu einer 500 Kilometer langen Reise nach Sansibar. Mit dem Projekt wollen Umweltschützer auf die negativen Auswirkungen von Plastikmüll hinweisen.

Für den Bau des Bootes waren zehn Tonnen Plastik an Kenias Stränden und in Städten eingesammelt und geschreddert worden. Unter anderem wurden 30.000 bunte Flip-Flops verarbeitet, die den Rumpf verzieren. Nur der Mast wurde aus Holz gefertigt. Die "Flipflopi" war am Donnerstag losgesegelt, die Reise soll am 6. Februar in Sansibar enden.

Plastik nicht nur als Einweg-Produkt betrachten

Projektleiter Dipesh Pabari will mit dem Segelboot das Bewusstsein für die Gefahren von Plastikmüll und den Nutzen des Recyclings wecken. Die "Flipflopi" sei ein "Symbol dafür, dass man Plastik ein zweites Leben geben kann", sagte Pabari an Bord des Schiffs der Nachrichtenagentur AFP. Aus den Abfällen könne "so etwas Großartiges wie ein seetüchtiges Boot entstehen, es ist wirklich dumm, das Material nur als Einweg-Produkt zu betrachten".

Der Bau der "Flipflopi" war als Freiwilligen-Projekt gestartet, das sich über Spenden finanzierte. Später schaltete sich das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) ein und stellte die Mittel für die Expedition zur Verfügung.

Initiator Pabari bereitet derweil schon das nächste Projekt vor. Mit einem 20 Meter langen Boot aus Plastikabfällen will er bis nach Südafrika segeln.