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Sassnitz 300 Buchen im Nationalpark werden gefällt

Von Redaktion svz.de | 27.03.2017, 20:49 Uhr

Das Nationalparkamt sei im Zuge der Verkehrssicherung zu diesen Maßnahmen gesetzlich verpflichtet.

Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen werden in diesem Jahr etwa 300 Buchen an der Kante zum Stadtrand zu Sassnitz gefällt. Die noch in dieser Woche beginnenden Arbeiten seien notwendig, weil die zum großen Teil vorgeschädigten, etwa 160 bis 180 Jahre alten Bäume auf Häuser oder Straßen zu kippen drohten, sagte der Leiter des Nationalparkamtes, Gernot Haffner, gestern  in Sassnitz. Das Nationalparkamt sei im Zuge der Verkehrssicherung zu diesen Maßnahmen gesetzlich verpflichtet.

Der Buchenwald im Nationalpark Jasmund gehört seit 2011 zum Unesco-Weltnaturerbe.    Kritik kommt von Naturschutzbund (Nabu) – vor allem am Zeitpunkt der Maßnahme. Die Brutzeit habe bereits begonnen. Somit könne nicht ausgeschlossen werden, dass Nester verloren gingen, sagte der Nabu-Vertreter Jens Lippmann. „Auch wenn die Maßnahme durch die Verkehrssicherungspflicht grundsätzlich gedeckt ist,  habe ich gerade im Nationalpark mehr Sensibilität erwartet.“

Das Nationalparkamt wies die Kritik zurück.  Jeder Baum im 30-Meter-Abstand zu Häusern oder Straßen sei im begrünten und unbegrünten Zustand begutachtet worden. Die Planungen seien aufwendig gewesen, so dass erst jetzt mit den Arbeiten begonnen werden könne.