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Bessere Hafenzufahrt 270 Milliarden für den Verkehr

Von Redaktion svz.de | 02.12.2016, 21:00 Uhr

Bundestag verabschiedet Plan. Hunderte Millionen für Straßen und Häfen in MV

Straßen, Schienen und Wasserwege in ganz Deutschland sollen in den kommenden Jahren mit mehr als 270 Milliarden Euro in Schuss gehalten und ausgebaut werden – und auch Mecklenburg-Vorpommern profitiert. Sanierungen bekommen generell Vorrang vor neuen Projekten. Ein Schwerpunkt soll die Beseitigung überregional wichtiger Engpässe und Staustrecken sein. Das sieht der neue Bundesverkehrswegeplan bis 2030 vor, den der Bundestag gestern mit den Stimmen der Großen Koalition verabschiedet hat. Die Hälfte aller Mittel ist für Bundesstraßen und Autobahnen vorgesehen, 40 Prozent gehen an Bahnprojekte, der Rest an Flüsse und Kanäle. Die Opposition kritisierte, das Konzept setze zu sehr auf den Straßenbau.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, der Plan stärke nach Jahren des Verschleißes Infrastruktur und Mobilität, die Deutschland stark machten. Für den neuen Plan wurden mehr als 2000 Vorhaben angemeldet und nach Kosten, Nutzen und Umweltfolgen bewertet. Daraus resultieren nun gut 1000 Projekte des „vordringlichen Bedarfs“, die bis 2030 finanzierbar sein sollen. Rund 70 Prozent des Geldes sollen in den Erhalt fließen, 87 Prozent in überregional wichtige Achsen. Beseitigt werden sollen 2000 Kilometer Engpässe auf Autobahnen und 800 Kilometer auf Bahnstrecken.

Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das: Neben fünf laufenden und fest disponierten Projekten – darunter die A 24 bei Grabow und die B 321 zur Autobahnanschlussstelle Schwerin-Ost – enthält der Plan 17 vordringliche Projekte für den Nordosten, darunter Ortsumgehungen in Parchim, Sternberg und Plau. Geplante Gesamtinvestition: Mehr als 400 Millionen Euro. Zehn weitere Projekte werden als „weiterer Bedarf“ erfasst.

Beim Schienausbau wird die Strecke Lübeck – Hagenow Land – Rostock – Stralsund genannt. Und auch die Vertiefung der Seezufahrten in den Häfen Rostock und Wismar stehen als vordringlich im Bundesverkehrswegeplan – Investitionsvolumen: fast 150 Millionen Euro.