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Schweriner Wasserschutzpolizeiinspektion blickte auf Saison zurück 22 Menschen aus Seenot gerettet

Von Christian Koepke | 28.10.2011, 11:23 Uhr

Zu deutlich mehr Rettungseinsätzen als im vergangenen Jahr mussten in dieser Saison die Beamten der Schweriner Was serschutzpolizeiinspektion ausrücken.

Zu deutlich mehr Rettungseinsätzen als im vergangenen Jahr mussten in dieser Saison die Beamten der Schweriner Was serschutzpolizeiinspektion ausrücken. "Wir haben insgesamt 22 Personen geborgen, 2010 waren es acht", berichtet der Inspektionsleiter, Polizeihauptkommissar Thomas Holz. Das zuweilen raue Wetter dieses Sommers mit reichlich Wind und Regen habe manchen Wassersportler in Ver legen heit gebracht, alle Notfälle seien glücklicherweise aber glimpflich aus gegangen.

Die Inspektion, zuständig nicht nur für den Schweriner See, sonder n auf insgesamt rund 193 000 Hektar Wasser auch für den gesamten Bereich zwischen Boi zen burg, Dömitz und Malchow, da runter auch 170 Kilometer Bundeswasserstraßen, war in der ab gelaufenen Saison aber auch noch in andere r Hinsicht ge fordert. "Wir haben vom 1. Mai bis zum 30. September 182 Anzeigen aufge nommen, im vergan genen Jahr waren es im gleichen Zeitraum 137. Das entspricht einem Anstieg von rund 70 Prozent", erklärt Thomas Holz.

Tätig wurden die rund 30 Beamten unter andere n bei Fällen von Fisch wilderei oder bei Umweltdelikten. Deut lich gestie gen ist im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben des Inspektionsleiters die Zahl der Diebstähle von Booten bzw. Bootszubehör und anderen Gegenstände aus Bootshäusern. "2010 haben wir 23 Fälle verzeichnet, in diesem Jahr sind es 69", so Thomas Holz. Zurückgegangen sei allerdings der Diebstah l von Motoren - von 20 auf 16 Fälle.

Dass Langfinger mittlerweile offenbar häufiger vor Motoren haltmachen, wertet der Inspektionsleiter als Erfolg der Codierungsaktion der Polizei. 173 Freizeitkapitäne hätten in diesem Jahr bereits ihre Bootsmotoren mit einer Nummer versehen lassen, im vergangenen Jahr seien es 99 gewesen. "Wir bieten die Codierung auch in den Herbst- und Wintermonaten an", betont Thomas Holz. Interessierte sollten sich unter der Te lefonnummer 03 85-55 57 60 in der Inspektion am Werder melden.

Wassersportler sollten laut Inspektionsleiter aber nicht nur an die Co die rung ihrer Motoren denken, sondern auch an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten auf den Gewässern. "Auf See sind 25 Kilometer in der Stunde erlaubt, im Uferbereich neun Kilom eter", so Thomas Holz. 690 Verstöße habe die Polizei in diesem Sommer festgestellt, 40 mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das kommende Jahr kündigt der Inspektionschef noch intensivere Tempo-Kontrollen an.