Morgan Freeman wird 80 : Zweimal Gott und einmal Mandela

Morgan Freeman mit der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk während der Preisverleihung 2012 in Berlin
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Morgan Freeman mit der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk während der Preisverleihung 2012 in Berlin

Morgan Freeman wird 80. Der Terminplan des Oscar-Preisträgers ist prall gefüllt

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31. Mai 2017, 21:00 Uhr

Haare und Bart sind längst ergraut. Einen Oscar, Golden Globe und eine Goldene Kamera für sein Lebenswerk hat er schon. Dazu eine Liste von über 50 Filmen, in denen Morgan Freeman mitspielte. 80 Jahre wird der Star heute, doch damit ist noch lange nicht Schluss. „Ruhestand? Bloß nicht! Nichts liegt mir ferner“, sagte Freeman im April kurz vor dem Kinostart der Action-Komödie „Abgang mit Stil“.

„Wenn das Telefon für mich als Schauspieler irgendwann nicht mehr klingelt, dann will ich Regisseur sein oder Produzent. Irgendwie werde ich dabei bleiben, selbst wenn ich schon im Rollstuhl sitze“, setzte der Leinwandveteran noch drauf. Von Altersmüdigkeit keine Spur. Vor der Kamera schlägt er weiter schwungvoll zu. In der Kriminalkomödie „Abgang mit Stil“ mimt er einen Rentner, der mit alten Freunden (gespielt von Alan Arkin und Michael Caine) eine Bank überfällt, um die Pension aufzubessern.

Mit Golf und Workouts hält er sich fit. „Ich hab einen Fitnessraum direkt neben meinem Schlafzimmer. Ich muss mir also nicht mal was anziehen, um zu trainieren“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Der vierfache Vater, der bereits Urgroßvater ist, hat zwei Ehen hinter sich. 2008 trennte er sich nach 24-jähriger Ehe von seiner zweiten Frau Myrna. Die Namen seiner Begleiterinnen hält er seither unter Verschluss.

Beruflich war Freeman eher ein Spätzünder. Erst mit 50 Jahren startete der Schauspieler in der Filmszene richtig durch. Der Preisregen für ihn begann mit der Gangsterrolle in „Glitzernder Asphalt“ (1987). Sie brachte Freeman die erste von fünf Oscar-Nominierungen ein. In dem Film „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ glänzte er 1989 als geduldiger Fahrer einer schrulligen Südstaaten-Dame und erhielt dafür auch einen Golden Globe. Weitere Oscar-Nominierungen gab es für „Die Verurteilten“ und für seinen Auftritt als erster schwarzer Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, in „Invictus“. Er gewann schließlich die Trophäe als bester Nebendarsteller in der Rolle eines ausgemusterten Preisboxers in Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“ (2004).

Pausenlos und in jeder erdenklichen Rolle steht Freeman vor der Kamera: als Sergeant in „Glory“ (1989), als alter Gangster im Eastwood-Western „Erbarmungslos“ (1992), als Gefängnisinsasse in „Die Verurteilten“ (1994), als Gott in „Bruce Allmächtig“ (2003) und in „Evan Allmächtig“(2007), als todkranker Buddy von Jack Nicholson in der Tragikomödie „Das Beste kommt zum Schluss“ (2007). In Christopher Nolans „Batman“-Serie mimte er den smarten Manager Lucius Fox, in „Die Unfassbaren“ einen gewieften Zauberkünstler, an der Seite von Scarlett Johansson als „Lucy“ einen Hirnforscher.

In den kommenden Monaten ist Freeman voll ausgebucht. Für die Doku-Serie „The Story of Us With Morgan Freeman“ geht er auf Weltreise, um in verschiedenen Kulturen Themen wie Liebe, Freiheit und Glauben zu erforschen. In dem Action-Drama „London Has Fallen“ (2016) glänzte er als cooler US-Vizepräsident. Für die geplante Fortsetzung „Angel Has Fallen“ ist Freeman schon an Bord.

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