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TV-Tipp : Wellen, Whisky und weiter Blick

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Viele deutsche Landschaften sind schön - und Filme über sie ausgesprochen beliebt. Nun gibt es einen über den Chiemgau zu sehen und über den Chiemsee, über Fischer wie Florian und Thomas und über eine Bäuerin, die Scarlet heißt.

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erstellt am 03.Aug.2017 | 00:01 Uhr

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah - heißt es frei nach Johann Wolfgang von Goethe. Das will nun auch eine Reportage über den Chiemgau zeigen mit dem verlockenden Titel «Wellen, Whisky und weiter Blick». Auf 3sat ist sie an diesem Donnerstag (21.45 Uhr) zu sehen.

Der Chiemsee ist der größte See in Bayern, er liegt im Voralpenland und hat eine Fläche von fast 80 Quadratkilometern. Damit ist er nach dem Bodensee und der Müritz der drittgrößte See in Deutschland. Der bekannteste und größte Ort am See heißt Prien, und von dort aus gelangt man mit dem Schiff sowohl zur Fraueninsel (mit dem Kloster Frauenwörth) als auch zur Herreninsel (mit dem berühmten Schloss Herrenchiemsee, erbaut zu Zeiten von Ludwig II.). Die kleine Krautinsel ist unbewohnt.

Der Autor Nicolai Piechota («ZDFzoom») bezeichnet den Chiemsee als einen Ort «zum Träumen und Entschleunigen», während er malerische Bilder des Sees zeigt, der kurz nach Sonnenaufgang im güldenen Morgenlicht eines Frühlingstages glitzert. Er begleitet die beiden Fischer Thomas und Florian Lex hinaus auf das ruhige Wasser, und sie erzählen, dass es 28 Fischarten im See gibt, wovon die Renke die beliebteste ist.

Sie gehört zu den lachsartigen Fischen und gilt als sehr schmackhaft. Die Fischerfamilie lebt mit 300 anderen Menschen auf der Fraueninsel, und Sohn Tassilo (23) hat dem Studium in München den Rücken gekehrt. Er arbeitet nun im traditionsreichen Familienbetrieb mit, den es seit 1857 gibt, und kann von seinem Großvater auch lernen, was es bedeutet, den Fischbestand zu schützen.

Weiter geht's ins Hinterland. Auf ihrer Dandl-Alm bei Ruhpolding («Das ist hier wie ein goldenes Nest») ist die Bäuerin Scarlet - die tatsächlich so heißt - berühmt für ihren Kaiserschmarren, den sie stets frisch zubereitet. Wlan gibt es hier oben auf gut 900 Metern Höhe nicht, dafür aber reichlich Wanderer und Radtouristen.

Oliver Lange in Grabenstätt brennt derweil Whisky - von seinem Wirtshausbier und der Brennerei kann er ganz gut leben. Auch Peter Baumann in Hohenaschau kann das: Er stellt Blechblasinstrumente wie Posaunen und Flügelhörner her, und er möchte auch unbedingt alles allein machen, wodurch er regelmäßig auf eine 70-Stunden-Woche kommt. Dafür entstehen gute Freundschaften mit seinen Kunden, mit denen er dann schon mal gemeinsam spielt.

So kann der Zuschauer gut nachvollziehen, wie gern die Menschen im südlichsten Teil Bayerns arbeiten und offenbar ihren ganz eigenen Lebensrhythmus gefunden haben - zumindest die, die im Film vorgestellt werden. Sie wirken sehr entspannt und lieben das, was sie tun.

Wellen, Whisky und weiter Blick

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