In Gedenken : Von diesen Prominenten nahmen wir 2017 Abschied

Es ist eine traurige Form des Jahresrückblicks.

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30. Dezember 2017, 16:00 Uhr

2017 neigt sich dem Ende zu und auch in diesem Jahr gab es wieder einige prominente Todesfälle. Von Helmut Kohl über Hugh Hefner und Chester Bennington. Ein Überblick.

Sport

Nicky Hayden war ein US-amerikanischer Motorradrennfahrer und Weltmeister in der MotoGP-Klasse.

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Das Tragische: Der 35-Jährige verunglückte nicht auf dem Motorrad, sondern auf dem Fahrrad beim Training in Rimini. Er kollidierte mit einem Pkw und erlitt dabei ein Schädel-Hirn-Trauma sowie diverse Knochenbrüche. Am Montag, 22. Mai, 2017 erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Die Handballlegende Bernhard Kempa verstarb am Donnerstag, 20. Juli. Kempa wurde 1952 und 1955 als Nationalspieler Weltmeister im Feldhandball. Nach dem Ende seiner Karriere 1957 arbeitete er als Trainer für den Verein Frisch Auf Göppingen. Für den Verein hatte er zuvor jahrelang auf dem Spielfeld gestanden.

 Bernhard Kempa
Uwe Anspach/dpa

Bernhard Kempa gab der gleichnamigen Sportartikelmarke seinen Namen.

In Erinnerung wird er den meisten mit dem sogenannten Kempa-Trick bleiben. Es handelt sich dabei um eine Wurfkombination, bei der ein Spieler angespielt wird, während er in den Kreis springt. Der in den Kreis springende Spieler fängt den Ball in der Luft und wirft noch während des Sprungs auf das Tor. Auch der Sportartikelmarke Kempa verlieh der 96-Jährige seinen Namen.

Der ehemalige HSV-Präsident Wolfgang Klein starb am Freitag, 15. September, an Krebs.

Wolfang Klein
imago/teutopress

Wolfang Klein moderierte 15 Jahre lang die Sportschau der Nordschau.

Von 1979 bis 1987 hatte er den Vorsitz beim Fußballclub inne. Zudem war er Leichtathlet und erreichte bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio den 10. Platz im Weitsprung. Ebenfalls im Weitsprung konnte Klein sich gleich zwei Mal den deutschen Meisterschaftstitel sichern. Von 1957 an moderierte er für 15 Jahre die Sportschau „Die Nordschau“.

Auf dem Platz feierte die Tennisspielerin zahlreiche Erfolge, doch den Kampf gegen den Eierstockkrebs verlor Jana Novotná am Sonntag, 19. November. Sie erkrankte bereits 2015. Die ehemalige Wimbledonsiegerin von 1998 verstarb im Alter von 49 Jahren im Kreise ihrer Familie.

Jana Novotná
Neil Munns/dpa

Jana Novotná gewann im Juli 1998 gegen ihre Konkurrentin Nathalie Tauziat das Finale der Damen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon.

Novotná gewann in den 14 Jahren ihrer Profikarriere 24 Titel im Einzel und 76 im Doppel. Sie war in der Weltrangliste die Nummer zwei im Einzel und die Nummer eins im Doppel.

Im Wimbledon-Endspiel 1993 gegen Steffi Graf hatte Novotná bei eigenem Aufschlag schon mit 6:7, 6:1 und 4:1 geführt. Nach einem unerklärlichen Leistungseinbruch verlor sie den entscheidenden Satz nach doch noch mit 4:6. Nach dieser Niederlage holte sie sich 1998 gegen die Französin Nathalie Tauziat ihren einzigen Grand-Slam-Titel.

Schauspieler, Musiker, Designer

Irene Fischer wurde als Kult-Mutti bei der RTL-Kuppelshow „Schwiegertochter gesucht“, bekannt. Ihre Tochter Beate sucht als Dauersingle bereits seit Jahren ihren Herzensmann in der Show.

Irene (rechts) und Beate Fischer.
RTL

Irene Fischer (rechts) und mit ihrer Tochter Beate.

Mutter Irene verstarb unerwartet am Mittwoch, 11. Januar, im Alter von 64 Jahren. Sie hinterlässt neben ihrer Tochter noch ihren Ehemann Gerd.

Die deutsche Schauspielerin Christine Kaufmann erlag am Dienstag, 28. März, in einem Münchner Krankenhaus ihrer Leukämie-Erkrankung.

Christine Kaufmann
imago/ Future Image

Christine Kaufmann wurde 72 Jahre alt.

Bereits mit acht Jahren wurde Kaufmann mit der Rolle der „Rosen-Resli“ (1954) zum Kinderstar. Der Film war einer der größten Erfolge der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Auch mit ihren folgenden Filmen feierte sie große Erfolge.

Die 72-Jährige war mit Tony Curtis verheiratet, mit dem sie zwei gemeinsame Töchter hat: Alexandra und Allegra. Kaufmann lernte den Schauspieler 1961 bei Dreharbeiten zum Film „Taras Bulba“ in Argentinen kennen. Curtis war zu diesem Zeitpunkt noch mit seiner Frau Janet Leigh verheiratet. Der Schauspieler trennte sich daraufhin von Leigh und heiratete Kaufmann 1963.

Er lieh Kermit in der „Sesamstraße“ sowie David Hasselhoff in der Kultserie „Knight Rider“ seine Stimme: Andreas von der Meden. In der Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“ verhalf er dem Chauffeur Morton ab 1979 zu Kultstatus und sprach gleichzeitig den Erzfeind drei Detektive, Skinny Norris. Synchronsprecher von der Meden starb am Mittwoch, 26. April, im Alter von 74 Jahren.

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Corinna Wodrich/EUROPA/Sony Music Entertainment/dpa

Mit neun Jahren stand von der Mede für Job Whitely „Ein Kind war Zeuge“ im Tonstudio.

Mit gerade einmal neun Jahren stand von Meden erstmalig im Tonstudio und war seit dem in zahlreichen Hörspielproduktionen sowie Filmen zu hören.

Auch der ehemalige James Bond Darsteller Roger Moore verstarb in diesem Jahr. Er verlor am Dienstag, 23. Mai, seinen kurzen Kampf gegen den Krebs.

Roger Moore
imago/Zuma Press

Roger Moore im Jahre 1963.

In den 1970er und 1980er Jahren schlüpfte Moore insgesamt sieben Mal in die Rolle des englischen Geheimagentens James Bond. Kein Schauspieler verkörperte die Figur häufiger und länger als der 89-Jährige.

Nach seiner Karriere auf der Leinwand widmete sich der Golden-Globe Preisträger seiner Aufgabe als UN-Sonderbotschafter für das Kinderhilfswerk Unicef. Moore war vier Mal verheiratet und hat drei Kinder.

Die Modedesignerin Laura Biagotti starb am Freitag, 26. Mai, in Rom. Die 73-Jährige hatte einen Herzinfarkt und erlag den Folgen.

Laura Biagiotti
Giorgio Onorati/ANSA/dpa

Laura Biagiotti 2015 während einer Pressekonferenz in Rom.

Laura Biagotti entwickelte die gleichnamige Marke und machte sie in den 1970er Jahren zu einer der bekanntesten in Europa. Ihre elegante und gleichzeitig schmeichelnde Kaschmirkollektion begeisterte vor allem Kundinnen ohne Modelfigur und brachte ihr von der „New York Times“ den Spitznamen „Queen of Cashmere“ ein. Neben Kleidung kreierte Biagotti auch zahlreiche Düfte.

Sie war mit dem Mediziner Gianni Cigna verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter, Lavinia. Seit dem Tod von Cigna 1996 unterstützte sie ihre Mutter im Unternehmen. Inzwischen kümmert sich Lavinia um den Großteil der Geschäfte.

Seinen Durchbruch erlangte der Schwede Mikail Nygvist durch die Rolle als Journalisten Mikael Blomkvist in der Verfilmung der Stieg Larsson Thriologie. Er verstarb am Dienstag, 27. Juni, an einer Lungenkrebserkrankung im Alter von 56 Jahren in Stockholm. Nygvist hinterließ eine Frau und zwei Kinder.

Mikeal Nyqvist
dpa

Mikeal Nyqvist als Journalist Mikael Blomkvist in Stieg Larssons „Vergebung“.

Zudem ist er vielen bekannt in der Rolle des Gegenspielers von Tom Cruise in „Mission: Impossible 4“.

Der Schlagersänger Gunter Gabriel erlag am Donnerstag, 22. Juni, den Verletzungen eines Treppensturzes. Am 11. Juni fiel er an seinem Geburtstag die Treppe hinunter und brach sich den ersten Halswirbel drei Mal. Zwar wurde Gabriel im Klinikum Hannover operiert, doch erlag wenig später seinen Verletzungen.

Gunter Gabriel
imago/APP-Photo

Gunter Gabriel sorgte abseits der Bühne für Schlagzeilen durch Alkoholeskapaden.

Gabriel war ein deutscher Country-Schlagersänger, Komponist, Texter, Produzent, Synchronsprecher und Fernsehmoderator und lebte lange Zeit in Hamburg. Mitte der 1980er Jahre blieben die musikalischen Erfolge aus und stürzten ihn in den finanziellen Ruin. Gabriel hatte sich im Immobiliengeschäft verzockt. Hinzu kamen immer wieder Alkoholeskapaden und Pöbelattacken.

Schlagersänger Chris Roberts ist am Sonntag, 2. Juli, in Berlin an Lungenkrebs verstorben. Geboren wurde er am 13. März 1944 als Christian Klusáček in München. Seinen größten Charterfolg feierte er 1974 mit dem Song „Du kannst nicht immer siebzehn sein“. Dieser schaffte es bis auf Platz drei der deutschen Charts. Mit seinem dreisprachig vorgetragenen Lied „Children, Kinder, Enfants“ vertrat er 1985 Luxemburg beim Eurovision Song Contest und erreichte Platz 13.

Chris Roberts
dpa

Der Song „Du kannst nicht immer siebzehn sein“ war Chris Roberts großer Durchbruch.

Roberts war von 1989 bis 2013 mit der Schlagersängerin und Schauspielerin Claudia Roberts verheiratet. Zusammen haben sie einen Sohn und eine Tochter. Zudem brachte seine Frau noch einen Sohn aus erster Ehe mit in die Beziehung.

Mit seinem Selbstmord schockte Chester Bennington die Musikszene. Der 41-Jährige nahm sich am Donnerstag, 20. Juli, das Leben. Er hinterlässt sechs Kinder und zwei Ehefrauen.

Chester Bennington
imago/Pacific Press Agency

Chester Bennington sprach immer wieder öffentlich über seine Depressionen und Suchtprobleme.

Bennington war Sänger der US-amerikanischen Band Linkin Park. Sie gehört zu den erfolgreichsten Rock-Bands der Welt mit vielen Millionen verkauften Tonträgern und zahlreichen Auszeichnungen. Zu ihren bekanntesten Hits gehören „Numb“ und „In the End“.

Die Band war Ende der 1990er Jahre durch eine Mischung aus Nu-Metal, Rock, Rap-Klängen und elektronischen Sounds bekannt geworden. Ihr Debütalbum „Hybrid Theory“ verkaufte sich mehr als elf Millionen Mal. Bennington hatte in der Vergangenheit offen über seine Depressionen und Suchtprobleme gesprochen.

Am Freitag, 8. September, erlag der Vater von Königin Máxima, Jorge Zorreguieta, in Buenos Aires dem Lymphdrüsenkrebs. Zorreguieta wurde 89 Jahre alt.

Jorge Zorreguieta
imago/Hollandse Hoogte

Jorge Zorreguieta mit seiner Tochter Königin Máxima im Jahre 2007.

Er war wegen seiner Rolle während der Militärdiktatur unter Führung von Jorge Rafael Videla umstritten. Von 1976 bis 1979 war er Unterstaatssekretär und von 1979 bis 1981 Staatssekretär für Landwirtschaft in der Regierung der Militärdiktatur (1976-1983).

Aufgrund seiner Vergangenheit durfte er an öffentlichen Familienfeiern nicht teilnehmen. So fehlte er auch bei der Hochzeit seiner Tochter 2002. 

Auch die reichste Frau der Welt, Liliane Bettencourt, verstarb in diesem Jahr am Donnerstag, 21. September, im Alter von 94 Jahren. Sie war die einzige Tochter von Eugène Schueller dem Gründer von L’Oréal. Das Vermögen von Bettencourt wurde rund 36 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Liliane Bettencourt
imago/E-Press Photo

Liliane Bettencourt 2011 auf dem Weg zur Fashion Show von Armani in Frankreich.

1950 heiratet Bettencourt den französischen Politiker André Bettencourt. Drei Jahre später kam Tochter Francoise Bettencourt-Meyers zur Welt.

Bettencourt sorgte immer wieder mit der Verwicklung in Affären für Schlagzeilen. Sie soll unter anderem illegale Parteispenden an den ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy und an den Arbeitsminister Éric Woerth getätigt haben. Auch mit ihrer Tochter stand sie immer wieder vor Gericht und stritt um Anteile am Unternehmen.

Eine Legende tritt ab. Playboy-Gründer Hugh Hefner starb im Alter von 91 Jahren am Mittwoch, 27. September, in seiner seinem Haus „The Playboy Mansion".

Hugh Hefner
imago/Zuma Press

Hugh Hefner mit seiner letzten Frau Crystal Harris, die er 2012 ehelichte.

Hef, wie er genannt wurde, liebte die Gesellschaft von Frauen. Insgesamt drei Mal war er verheiratet und hat vier Kinder. Das letzte Mal trat er mit 86 Jahren vor den Traualtar mit einer Dame, die sechs Jahrzehnte jünger war als er.

Mit sieben Frauen zwischen 18 und 28 Jahren lebte Hefner bis zum März 2005 zusammen. Danach hatte er nur noch drei Freundinnen, mit denen unter dem Dach der „Playboy Mansion" wohnte. Seine Partys auf dem Anwesen sind legendär.

Den Folgen eines Herzstillstandes erlag die Rocklegende Tom Petty am Montag, 2. Oktober, in einem Krankenhaus in Los Angeles. Den Infarkt hatte der Musiker in seinem Haus in Malibu erlitten.

Tom Petty
imago/Zuma Press

Tom Petty starb an einem Herzinfarkt.

Der 60-Jährige feierte mit seiner Band „Tom Petty & the Heartbreakers“ in den 1970er Jahren riesige Charterfolge in Europa und den USA. In den 1980ern gehörte die Band zu einer festen Größe im amerikanischen Musikgeschäft.

Petty war von 1974 bis 1996 mit Jane Benyo verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Das zweite Mal schloss der Musiker 2001 mit Dana York den Bund der Ehe.

Ohne ihn hätte es den Hit „Highway to Hell“ nie gegeben. Der Gründer der Kultband AC/DC Malcolm Young verstarb am Sonnabend, 18. November, im Alter von 64 Jahren. Er hinterließ seine Frau Linda, mit der er seit 1979 verheiratet war, sowie einen Sohn und eine Tochter.

Malcolm Young
imago/Zuma Press

Malcolm Young stand aufgrund seiner Demenzerkrankung schon länger nicht mehr auf der Bühne.

Geboren wurde Young am 6. Januar 1953 als siebtes Kind seiner Eltern in Glasgow, England. Als er zehn Jahre alt war, wanderte seine Familie nach Australien aus. Dort gründete Young 1973 die Band AC/DC zunächst alleine. Kurze Zeit später trat sein Bruder Angus als Lead-Gitarrist bei. Young schrieb die Texte und war Leiter der Rockgruppe.

Weltweit verkaufte die Band mehr als 200 Millionen Platten. Young gilt als einer der besten Rhythmusgitarristen der Welt und hat Dutzende von berühmten Hardrockern wie James Hetfield von Metallica und Izzy Stradlin beeinflusst.

Professor Gernot Simoni, alias Dieter Bellman, ist am Montag, 20. November, friedlich eingeschlafen. Bellman verkörperte den Klinikdirektor der fiktiven Sachsenklinik Leipzig 16 Jahre lang in der Telenovela „In aller Freundschaft“.

Dieter Bellmann
imago/Star Media

Dieter Bellmann stand 16 Jahre für die ARD-Serie „In aller Freundschaft“ vor der Kamera.

Zudem spielte Bellmann in zahlreichen Theaterproduktionen mit. Unter anderem trat er in vielen in Inszenierungen des Fernsehtheaters Moritzburg auf. Rund 30 Jahre war er am Schauspielhaus in Leipzig tätig und arbeitete dort auch als Regisseur. Dank seiner markanten Stimme war Bellmann auch als Synchronsprecher für Dokumentarfilme und Hörspielproduktionen tätig.

Verheiratet war er mit der Schauspielerin Astrid Höschel-Bellmann. Das Paar hat einen Sohn.

Politik

Auch ein ehemaliger Bundespräsident trat in diesem Jahr seine letzte Reise an. Roman Herzog starb am Dienstag, 10. Januar, im Alter von 82 Jahren in Bad Mergentheim.

Roman Herzog
imago/Winfried Rothermel

Der Altbundespräsident verstarb im Alter von 82 Jahren.

Der CDU-Politiker war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter am Bundesverfassungsgericht, ab 1987 als dessen Präsident.

Im April 1997 wollte Herzog als Staatsoberhaupt die Republik aus ihrer Reform-Lethargie wachrütteln: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“. Daraus wurde zwar nichts. Doch Herzog galt seitdem als Mahner für Erneuerungen.

Herzog war zwei Mal verheiratet. 1958 ehelichte er Christiane Krauß, mit der er zwei gemeinsame Kinder hat. 2001 heiratete er ein weiteres Mal Alexandra Freifrau von Berlichingen.

Der SPD- Spitzenpolitiker Horst Ehmke verstarb am Sonntag, 12. März. Geboren wurde er am 4. Februar 1927 in Danzig. Bereits mit 20 Jahren trat er der SPD bei. Von 1973 bis 1991 war Ehmke Mitglied im SPD-Parteivorstand und galt als Vertreter der linken Mitten der Partei.

Horst Ehmke
imago/Sepp spiegl

Nach seiner politischen Karriere schrieb Ehmke Kriminalromane.

1969 begleitete er das Amt des Bundesministers der Justiz. Von 1960 bis 1972 war er Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes. Ehmke war ab 1944 als NSDAP-Mitglied registriert. Dies wurde erst 2007 bekannt und Ehmke behauptete, nichts davon gewusst zu haben.

Nach seinem Abgang von der politischen Bühne widmete er sich dem Schreiben von Kriminalromanen. Der 90-Jährige war zwei Mal verheiratet und hat drei Kinder.

Kein Name wird so mit der deutschen Einheit in Verbindung bleiben wie der von Helmut Kohl. Der Alt-Bundeskanzler starb am Freitag, 16. Juni, im Alter von 87 Jahren.

Helmut Kohl
imago/Mauersberger

Helmut Kohl war bisher als längster Bundeskanzler Deutschlands im Amt.

Der CDU-Politiker war von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz. 16 Jahre – so lange wie keiner vor und nach ihm – war Kohl Bundeskanzler. Er war Wegbereiter der Europäischen Union und einer gemeinsamen Währung, dem Euro.

Kohl war zwei Mal verheiratet. 1960 nahm er Hannelore Renner zur Frau. Gemeinsam haben sie zwei Söhne Walter und Peter. 2001 nahm Hannelore sich das Leben. 2008 ehelichte Kohl seine zweite Frau Maike Richter.

Nach einem Sturz wurde CDU-Politiker Axel Bernstein am Donnerstag, 24. August, leblos auf seinem Grundstück in Wahlstedt aufgefunden. Der 43-Jährige hinterlässt seine Frau Melanie Bernstein, CDU-Politikerin, und zwei Kinder.

Axel Bernstein
dpa

Axel Bernstein  starb völlig überraschend nach einem Sturz auf seinem Grundstück.

Bereits 1992 noch als Schüler wurde Bernstein Mitglied der „Jungen Union“. Ein Jahr später trat er auch der CDU bei und war seitdem bürgerliches Mitglied der Fraktion in Wahlstedt.

2005 setzte er sich mit 28 Jahren mit knapp 50 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Segeberg-Ost durch. Damit zog er als direkt gewählter Abgeordneter in den Landtag ein. Am 6. November 2015 wählte ihn der CDU-Landesvorstand auf Vorschlag des Vorsitzenden Ingbert Liebing zum Landesgeschäftsführer. 

Politiker Heiner Geißler verstarb am Dienstag, 12. September, im Kreise seiner Familie in Geisweiler. Geißler wurde 87 Jahren alt. Er war verheiratet und hat drei Kinder.

Heiner Geißler
imago/Sven Simon

Zuletzt fungierte Heiner Geißler als Vermittler beim Projekt Suttgart 21.

Seine politische Karriere begann in Rheinland-Pfalz. Der promovierte Jurist und Amtsrichter wurde unter den er Ministerpräsidenten Peter Altmeier und Helmut Kohl (beide CDU) von 1967 bis 1977 Sozialminister des Landes. Anschließend übernahm er das Amt des CDU-Generalsekretärs. Kohl machte Geißler 1982 zum Familienminister. 1989 kam es wegen Differenzen über den Kurs der Partei zum Bruch zwischen Geißler und Kohl. 2010 und 2011 fungierte der ehemalige Politiker als Schlichter im Konflikt um das Bahnprojekt Stuttgart 21.

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