Til Schweiger : Vom Sexsymbol zum Großvater?

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Kinostar und „Tatort“-Kommissar Til Schweiger steht fast die Hälfte seines Lebens vor der Kamera. Dort sieht er sich noch lange – heute wird er 50

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19. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Bis Til Schweiger auf der Leinwand zum alten Mann wird, dürften noch ein paar Jahre vergehen – auch wenn er den Part des Großvaters schon selbst gern grinsend ins Gespräch bringt. Auf seinen heutigen 50. Geburtstag angesprochen, antwortete der Filmstar in mehreren Interviews: Er wachse und altere schließlich mit seinen Rollen. „Irgendwann habe ich angefangen, Väter zu spielen“, sagte er dem „Stern“. „Und irgendwann werde ich einen Großvater geben – jetzt noch nicht, aber demnächst“, meinte er auch im ZDF. Sein gefühltes Alter sei von der 50 jedoch weit entfernt.

„Meinen letzten Geburtstag habe ich bewusst mit 29 Jahren gefeiert“, erklärt er im Buch „Til Schweiger – Der Mann, der bewegt“. „Dann gab es eigentlich keine großen Partys mehr“, sagt er, „und ich habe mir gesagt: Das ist die beste Phase. Und es bleibt von jetzt an mein gefühltes Alter.“ Das war in jenem Jahr, als Schweiger zum „Manta, Manta“-Kinostar wurde. Später folgten „Der bewegte Mann“ und „Knockin’ on Heaven’s Door“.

Verschmitztes Grinsen, Sexsymbol und Frauenschwarm – Schweiger stieg auf in die Riege der populärsten deutschen Filmstars. 1997 siedelte er mit seiner amerikanischen Ehefrau Dana nach Los Angeles um. Dort tauchte er in Nebenrollen in einer Reihe von Filmen auf, die zum Teil nie in deutschen Kinos zu sehen waren. Jahre später, längst zurück in Deutschland, wirkte er in Quentin Tarantinos Hollywood-Produktion „Inglourious Basterds“ mit.

Da hatte Schweiger – inzwischen mit Dana (von der er sich 2005 trennte) und den vier Kindern in Hamburg und Berlin zu Hause – in Deutschland bereits auf den Kinothron gesetzt. Nach der Liebeskomödie „Barfuss“ (2005) war er bei „Keinohrhasen“ (2007) ebenfalls Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent in Personalunion, setzte aber noch einen drauf: Seine vier Kinder spielten erstmals mit.

Romantisches und Komödiantisches mit Schweiger hinter und vor der Kamera, gemeinsam mit dem eigenen Nachwuchs - daraus strickte er weitere Blockbuster wie „Zweiohrküken“ und „Kokowääh“. Nicht alles, was Schweiger anfasst, wird ein Erfolg: Der Thriller „One Way“ (2006) etwa floppte, 2009 wurde seine RTL-Castingshow „Mission Hollywood“ wegen schlechter Quoten von der abendlichen Hauptsendezeit auf Samstagnachmittag verlegt. Auch für ernstere Filmrollen musste er bisweilen Kritik einstecken – bis der „Tatort“ kam. Als neuer Hamburg-Ermittler verpasste er dem ARD-Traditionskrimi viel Action und landete mit dem ersten Fall in diesem Jahr einen Quotenrekord. Dabei überzeugte Schweiger nicht nur das TV-Publikum, sondern auch Kritiker. Dass sein Verhältnis zu den Medien keine „Traumbeziehung“ ist und er nicht mehr allen Kritikern seine Filme vorab zeigt, war immer wieder Thema.

„Es ist richtig, dass Til Schweiger ein begrenzt begabter Schauspieler ist, aber es führt zu nichts, ihm das vorzuwerfen, weil er es selbst weiß“, schreibt das „Süddeutsche Zeitung Magazin“, in dessen aktueller Ausgabe Schweiger sagt: „Daniel Day-Lewis, Edward Norton, das sind Schauspieler, die sind für das Kino, was Messi und Ronaldo für den Fußball sind.“ Er sei eher der Typ Berti Vogts: „Wenn einer in den Strafraum kommt, grätsch ich ihn ab.“

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