zur Navigation springen

«Wir lieben Fernsehen» : Vierteiler begleitet Farb-TV-Jubiläum

vom

Viel Prominenz an vier Sendetagen: In der Show «Wir lieben Fernsehen» erinnern sich lauter Größen des öffentlichen Lebens an ihre schönsten TV-Momente. Das ZDF hat vier Abende damit gefüllt.

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2017 | 09:34 Uhr

Johannes B. Kerner wurde im Dezember 1964 geboren, Kollege Steven Gätjen erst im September 1972. An den Start des Farbfernsehens am 25. August 1967 in der Bundesrepublik Deutschland können sich beide daher nicht mehr erinnern.

Das Duo moderiert an diesem Donnerstag (17.8., 20.15 Uhr), an den beiden darauffolgenden Donnerstagen (24. und 31. August) sowie am 2. September (einem Samstag) die vierteilige Show «Wir lieben Fernsehen» im ZDF.

Damit will der Mainzer Sender, der selbst noch in Zeiten des Schwarzweiß-Fernsehens 1963 den Sendebetrieb aufnahm, die größten TV-Augenblicke der vergangenen Jahrzehnte ins Gedächtnis rufen.

Einer der Höhepunkte wurde schon vor einigen Wochen am Rande der Aufzeichnung bekannt: Thomas Gottschalk (67), der viele Jahre für das ZDF durch «Wetten, dass..?» führte, wird seinen Showklassiker noch einmal für einige Minuten auflegen. Er bittet dabei die Moderatoren Kerner und Gätjen zur Wette. Weil genau das Spielchen vermutlich die größte Aufmerksamkeit erzielen dürfte, hat das ZDF diese Szene für die letzte Ausgabe am 2.9. angesetzt. Der Sender trat schon frühzeitig Gerüchten entgegen, dass Gottschalks Kurzauftritt ein Comeback der populären Reihe bedeute, die 2014 beendet wurde.

Die vier Shows sind gespickt mit Namen und Titeln. In der ersten Ausgabe stehen beliebte Krimi-, Arzt- und Familienserien im Mittelpunkt. Besonders blickt das ZDF dabei natürlich auf seine eigenen Produktionen zurück, unter anderem auf Mehrteiler wie «Der große Bellheim», «Das Traumschiff», «Der Bergdoktor» oder «Der Schattenmann». Aber auch der «Tatort», die «Lindenstraße» (ARD) und das private Zugpferd «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» (RTL) werden thematisiert. In der zweiten Ausgabe geht es um die größten Komiker im TV, in der dritten Sendung um die Sporthelden und zum Abschluss um schlichtweg die größten TV-Momente.

Zu Gast sind in Show Nummer eins unter anderem Schauspieler wie Wolfgang Stumph, Mariele Millowitsch, Hans Sigl, Marie-Luise Marjan, Mario Adorf, Walter Sittler, Wolfgang Bahro, Rhea Harder, Susan Sideropoulos und «Baywatch»-Star Pamela Anderson.

Am 24. August sind unter anderem Dieter Hallervorden, Beatrice Richter, Annette Frier, Oliver Welke und Christoph Maria Herbst beim ZDF. Am 31. August kommen Franziska van Almsick, Katarina Witt, Mark Spitz, Berti Vogts, Rosi Mittermaier sowie Christian Neureuther.

Und am 2. September sind neben Gottschalk noch Ulrich Wickert, Marietta Slomka, Carmen Nebel, Sonja Zietlow, Horst Lichter, Michael Schanze und Lothar Matthäus zu sehen - ein wahres Who is Who deutscher Prominenz.

Fürs ZDF haben sich auch manche Promis an ihre schönsten Fernsehmomente, zumeist schon in Farbe, erinnert. «Unser Nachbar, Zahnarzt Dr. Noll, hatte sich einen Farbfernseher zugelegt und mittags, das muss gegen 14 Uhr gewesen sein, ich war damals fünf Jahre alt, setzte ich mich vor diesen Fernseher und sah einen Vorlauf des 200-Meter-Laufs in München», berichtete der Komiker Wigald Boning (50) am Rande der Aufzeichnung. «Das war schockhaft: Denn ich sah, dass die Welt bunt ist. Das war mir vorher nicht so klar.»

Lustig auch, was Kollege Oliver Welke (51) alles so erlebt hat. «Meine erste wache Erinnerung ans Fernsehen ist erst die WM 1974 in Deutschland», sagte der «heute-show»-Präsentator. «Wir schauten mit der gesamten Familie, und mein Opa griff vor Aufregung statt in die Packung mit den Flips in einen vollen Aschenbecher, weil er sich so über die Holländer aufregte. Besondere Fernsehmomente warenmeistens Live-Events, bei denen die ganze Familie dabei war und alle zuschauten.»

Und auch die Schlagersängerin Nicole (52) verbindet einen ihrer größten TV-Augenblicke mit dem Sport: «Ich erinnere mich gut an den Boxkampf zwischen Joe Frazier und Muhammad Ali», erzählte sie im ZDF-Interview. «Mein Bruder und ich hatten heimlich abgemacht, dass wir uns um drei Uhr gegenseitig wecken – weil der Kampf mitten in der Nacht war und niemand wissen durfte, dass wir fernsehen. Als wir ins Wohnzimmer kamen, saß da schon mein Vater, heimlich. Wir haben diesen Kampf dann zu dritt gesehen. Und Mama wusste von nichts.»

ZDF zur Showreihe "Wir lieben Fernsehen!"

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen