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«Erstcheck» : Suche nach NS-Raubgut in kleinen Bibliotheken angelaufen

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Nicht nur Kunstwerke, auch manche Bücher wurden vom NS-Regime konfisziert. Wissenschaftler suchen in Bibliotheken in Sachsen-Anhalt bis zum Jahresende nach Hinweisen darauf.

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2017 | 10:03 Uhr

Wissenschaftler suchen in Bibliotheken in Sachsen-Anhalt bis zum Jahresende nach Hinweisen auf NS-Raubgut. Dieser sogenannte Erstcheck käme damit bundesweit erstmals in Bibliotheken zu Einsatz, in Museen sei er schon erprobt, wie die Deutsche Stiftung Kulturgutschutz in Magdeburg mitteilte.

«Hinter den Büchern steht in der Regel zwar kein so hoher materieller Wert wie bei Kunstwerken. Dennoch verbirgt sich hinter jedem geraubten Buch ein menschliches Schicksal», sagte eine Stiftungssprecherin.

Für das «Erstcheck»-Projekt in Sachsen-Anhalt wurden nach Angaben der Sprecherin 15 000 Euro bereitgestellt. Geforscht werde in Wernigerode, Zerbst, Dessau, Sangerhausen und Magdeburg nach Büchern, die die Nationalsozialisten beispielsweise Juden und Freimaurern wegnahmen. Die Stiftung hofft, dass ähnliche Projekte in anderen Bundesländern folgen.

Geschichte der Harzbücherei in Wernigerode

Infos Deutsches Zentrum Kulturgutverluste zum Erstcheck in Bibliotheken

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