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TV-Show : Steffen Henssler gewinnt mit Mühe die erste Runde

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Mit Steffen Henssler verknüpft ProSieben große Hoffnungen. Doch nach dem ersten Auftritt steht fest: Stefan Raabs Schatten ist lang. Die Publikumsresonanz war für Henssler jedoch ganz ordentlich.

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 11:18 Uhr

Nach fünf Stunden fiel Konfetti auf Steffen Henssler herab, und der 45-jährige Showmaster ballte die Fäuste. Gerade hatte er die erste Ausgabe seiner ProSieben-Show «Schlag den Henssler» gewonnen.

Die Haltung in der Sekunde des Triumphes hat er von seinem Vorgänger Stefan Raab («Schlag den Raab») übernommen - doch das Wasser konnte Henssler dem gewieften Entertainer Raab noch lange nicht reichen. Zu quälend war der Sieg, zu zäh die Show.

Alle maximal möglichen 15 Spiele benötigte Henssler, um seinen Kontrahenten, den vom Publikum gewählten 31-jährigen Facility-Manager André aus Rostock zu bezwingen. Das letzte Match um 1.15 Uhr nachts brachte die Entscheidung: Der Hamburger TV-Koch, bis vor kurzem noch bei Vox unter Vertrag, hielt sich länger an einer ganz normalenTeppichstange, während der mit 98 Kilo deutlich schwerereWidersacher als erster die Stange runterrutschte und den Bodenberührte - das war's.

Insgesamt interessierten sich 1,72 Millionen Zuschauer für das 300-Minuten-Spektakel. Der Marktanteil betrug 8,5 Prozent - beim für ProSieben wichtigen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren lag er sogar bei 16,1 Prozent, deutlich über dem Senderschnitt von derzeit 9,4 Prozent, allerdings nicht auf «Schlag den Raab»-Niveau von häufig mehr als 20 Prozent.

«Das war eine unglaubliche Sendung», sagte Henssler laut ProSieben-Mitteilung am Sonntag. «Ein ziemliches Auf und Ab. Ich habe mich teilweise über mich selber geärgert. Hauptsache am Ende habe ich das Ding gewonnen, das war mein großes Ziel!»

Zwar bezwang Henssler seinen Gegner, offenbarte im Distanz-Vergleich mit dem mittlerweile 50-jährigen Raab, der zwischen 2006 und 2015 in 54 «Schlag den Raab»-Auftritten 38 mal siegreich war, aber deutliche Schwächen, vor allem in Denksportspielen: So verwechselte er auf der Landkarte Berlin mit Magdeburg, asiatische Länder waren auch nicht seine Sache, er erkannte auf Fotos nicht besonders viele Prominente - ob Politiker oder Fußballer - und wusste beispielsweise weniger TV-Titelmelodien als sein Kontrahent André und auch als derehrgeizige Raab, der einst diese Spiele für dieses Spektakel erfand.

Aber: Henssler zeigte sich bereit zu kämpfen. Nach Fehlwürfen beim Spielchen «Unsichtball» lamentierte er wie einst Raab, der sein «Schlag den Raab» von 2006 bis zu seinem Rücktritt 2015 54 Mal präsentierte und 38 Mal gewann. Beim Luftballonlauf holte sich Henssler einen blutigen Finger, und beim Buggy-Wettrennen fuhr er einen Reifen platt. Zweimal entfuhr ihm die Mecker-Einlage: «Leck mich am Arsch», dann schimpfte er: «Lass mich in Ruhe». Seine vielen Fehler beim «Unsichtball» konnte er durch Einsatz nicht wettmachen und handelte sich von Hintergrund-Kommentator Elmar Paulke die Rüge ein: «mit Verlaub: peinlich».

Schwamm drüber. Henssler hat sein erstes Etappenziel erreicht und seinem Gegner die 250 000-Euro-Siegprämie (bei Raab betrug die Belohnung noch glatte 500 000 Euro) vermiest. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur hatte der gelernte Koch vor dem Debüt angekündigt, die ersten drei Shows gewinnen zu wollen, damit der Spieleinsatz in Show Nummer vier eine glatte Million Euro beträgt.Wann die wiederum sein wird, ist allerdings noch völlig offen,denn das hängt auch noch von einer Kleinigkeit ab: dem weiteren Verlauf des Publikumsinteresses.

Website Steffen Henssler

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