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On his way : Promigeburtstag vom 19. August: Nico Hülkenberg

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Deutsche Rennfahrer haben in der Formel 1 eine lange und oft erfolgreiche Tradition. Mit Nico Hülkenberg steht ein weiterer talentierter Pilot auf dem Sprung nach ganz oben.

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2017 | 00:01 Uhr

Wenn in den Medien laut über den nächsten Formel-1-Weltmeister spekuliert wird, fällt auch immer wieder sein Name. Für Kenner der Materie gilt der gebürtige Emmericher, der heute 30 Jahre alt wird, schon lange als Geheimtipp.

Und diese Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Denn seit dem Beginn seiner Karriere im Kartsport 1997, mit 10 Jahren, gewann er mehrere Rennen und Titel in den Nachwuchsserien des Motorsports. In der Formel-Klasse reichte es schon 2005 zum Gesamtsieg (Formel BMW), es folgten Siege bei der Formel-3-Euroserie (Meister 2008) und der GP2-Serie (2009).

Zuletzt machte Hülkenberg auf sich aufmerksam, als er nach einer misslungenen Aktion beim Ungarn-Grand-Prix 2017, bei der Konkurrent Kevin Magnussen ihn bei einem Überrundungsmanöver glatt schnitt, auf dessen Entschuldigung mit den Worten «Suck my balls, mate!» reagierte. Der Spruch wurde zum viralen Hit und brachte Hülkenberg viel Medienpräsenz.

Sein großes Talent verhalf ihm früh in die höchsten Kreise des Rennsports, der Formel 1. Dort debütierte Hülkenberg, der von seinen Fans nur «Hulk» genannt wird, 2010 im Team AT&T Williams. Im Gegensatz zu vielen anderen hoffnungsvollen Nachwuchspiloten konnte Hülkenberg seit dieser Zeit durchgehend in der Formel 1 fahren. Neben Williams stehen Engagements bei Force India, Sauber, wieder Force India und schließlich Renault zu Buche. In mittlerweile 128 Starts verpasste er mit drei vierten Plätzen das Podest mehrfach nur knapp.

Privat geht es der schnelle Nico eher ruhig an: mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Speditionskaufmann im Unternehmen seines Vaters in Emmerich gilt er in Rennfahrerkreisen als Exot. Liiert ist er mit der litauischen Modedesignerin Egle Ruskyte. Vor allem geschätzt wird Hülkenberg wegen seines Team-Spirits und seiner sympathischen Persönlichkeit: «Er ist ein toller Fahrer, und er hat sehr starke Anführer-Qualitäten», sagt Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul.

Den Durchbruch hat Hülkenberg in der Formel 1 noch nicht vollends geschafft. Mehrere Platzierungen in den Top 10 der Fahrerwertungen und einzelne Achtungserfolge auf der Strecke lassen jedoch aufhorchen. Bislang, da sind sich Fans und Medien einig, hat dem Talent das passende Auto gefehlt. Auch für die aktuelle Saison sind keine Wunderdinge zu erwarten. Der in Monaco lebende Hülkenberg nennt sein Engagement auch lieber ein «langfristiges Projekt, in dem 2017 noch ein Aufbaujahr ist».

Mit dem Wechsel zum Renault-Werksteam, für das schon Größen wie Alain Prost, Jacques Villeneuve, Fernando Alonso oder Jenson Button fuhren, will sich Hülkenberg seinen großen Traum vom WM-Titel jedoch über kurz oder lang endlich erfüllen.

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