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Regie-Genie : Promigeburtstag vom 16. August 2017: James Cameron

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Seine Vorliebe für ausgefallene Stoffe und opulente Settings machen James Cameron zu einem der erfolgreichsten Regisseure aller Zeiten. Diesen Mittwoch wird der Meister des Films und Erforscher der Tiefsee 63.

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2017 | 00:01 Uhr

Derzeit ist Cameron mit verschiedenen Sequels zu «Avatar» beschäftigt. Ganz gleich, was noch von ihm über die Leinwände flimmert: kaum ein Regisseur hat das Kino der Moderne so nachhaltig geprägt wie der Kanadier.

Seine Liebe zum Film entfachte Stanley Kubricks «2001: Odyssee im Weltraum». Für Science-Fiction, Tiefsee und Androiden hat er eine lebenslange Schwäche. James Cameron ist eine der prägendsten Figuren im Filmgeschäft.

Das Talent als Filmemacher wurde dem 1954 im kanadischen Kapuskasing geborenen Cameron vielleicht in die Wiege gelegt, aber erst seine akribische Arbeitsweise und der Drang, vorhandene Grenzen zu überschreiten und Mauern der Machbarkeit einzureißen, ließen ihn zum mehrfach oscarprämierten Regisseur werden.

Weil seinen Eltern, einem Elektroingenieur und einer Malerin, das Geld für eine Kunstakademie fehlte, studierte der junge Cameron erst Physik, um später zur Englischen Literatur zu wechseln. Nebenbei jedoch beschäftigte er sich intensiv mit Techniken und Hintergründen des Filmgeschäfts.

Die Begeisterung für Naturkräfte einerseits und Erzählvorgänge andererseits findet sich ausgeprägt in seinen Werken wieder.

Eine erste Regiearbeit, «Piranha 2 - Fliegende Killer» aus dem Jahr 1981 geriet Cameron zum Desaster. Schon bald darauf sollte er mit dem heute legendären Kult-Film «Terminator» nicht nur sich, sondern auch Arnold Schwarzenegger weltberühmt machen. Die Story um die schießwütige Kampfmaschine aus der Zukunft begeisterte Generationen von Kinogängern. Es folgten «Aliens - Die Rückkehr» (1986), der für seine visuellen Effekte und bahnbrechenden technologischen Neuerungen gefeierte «Abyss - Abgrund des Todes» (1989) und schließlich 1997 der damals kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten, «Titanic».

Um die 2000er wurde es etwas ruhiger um den Star-Regisseur, der sich nach den überwältigenden Kritiken für «Titanic» aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Seine freie Zeit verbrachte Cameron aber keineswegs müßig. Stattdessen gab er sich seiner Leidenschaft für technische Innovationen und der Erforschung der Tiefsee hin. Schon 2003 drehte er eine Dokumentation über eine Expedition zur Erkundung des Wracks der Titanic in der damals revolutionären IMAX 3D-Technologie. Nur kurz darauf widmete er sich in «Aliens der Meere» (2005), einem weiteren Dokumentarfilm, der in Zusammenarbeit mit der NASA entstand, den Geheimnissen der Tiefsee.

Er ließ es sich dann auch nicht nehmen, in einem selbst entwickelten und gebauten U-Boot bis zur tiefsten bekannten Stelle im Marianengraben, dem Challengertief, zu tauchen. Dies gelang ihm als erst dritten Menschen überhaupt.

Schließlich trieb es ihn 2009 aber wieder hinter die Kamera. Mit dem Epos um die Erkundung einer fremden Welt vor einer bildgewaltigen Kulisse. «Avatar - Aufbruch nach Pandora», stellte er seinen eigenen Erfolg von 1997 weit in den Schatten. James Cameron dürfte für lange Zeit der einzige Regisseur sein, der die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gleich mit zwei Titeln anführt.

Privat ist der Kanadier, der in den USA lebt, weniger konstant. Bereits fünf Mal schloß er den Bund fürs Leben. Zuletzt im Jahr 2000 heiratete er Suzy Amis, mit der er einen Sohn und zwei Töchter hat.

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