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Immer in Action : Promi-Geburtstag vom 30. Juli 2017: Arnold Schwarzenegger

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Er hat eine künstliche Hüfte und eine neue Herzklappe. Auch die Muskelpakete des früheren Mr. Universum sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Doch auch mit 70 Jahren gibt Arnold Schwarzenegger keine Ruhe.

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2017 | 00:01 Uhr

So stellt sich Arnold Schwarzenegger seinen über 11 Millionen Instagram-Abonnenten vor: Früherer Mr. Olympia, Conan, Terminator, und Gouverneur von Kalifornien.

Auch sein berühmtes  «I'll be back»-Versprechen darf bei dem Online-Netzwerk nicht fehlen. An diesem Sonntag (30. Juli) wird Hollywoods Alleskönner 70 Jahre alt und ist kein bisschen müde, sich als Held zu zeigen, sei es vor der Kamera oder auf der Weltbühne.

«Happy Birthday, mein lieber Freund», gratulierte er am 6. Juli auf Instagram seinem Action-Buddy Sylvester Stallone (71) zum Geburtstag, mit einem Foto, das die beiden Leinwandveteranen mit Bandagen im Krankenbett zeigt. «Vielleicht sollten wir es im nächsten Jahr etwas ruhiger angehen lassen», witzelt Schwarzenegger in der Bildunterschrift.

Von wegen geruhsames Rentnerleben, Arnie jettet in vielfacher Mission durch die Welt. Im Juni postete der Ex-Gouverneur von Kalifornien ein Instagram-Selfie aus Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. «Eine großartige Führungspersönlichkeit», schwärmte Schwarzenegger. Sie hätten über Umweltthemen und eine grüne Zukunft gesprochen.

Kurz zuvor hatte das seit Monaten laufende Duell zwischen dem liberalen Republikaner und US-Präsident Donald Trump einen neuen  Höhepunkt erreicht. In einer Videobotschaft wetterte der «Terminator» gegen Trumps angekündigten Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen. Kämpferisch rief er per Instagram-Video zu einer Revolution an der Basis auf, «um unseren Planeten zu retten».

Der Clash der beiden Parteifreunde begann schon im Wahlkampf, als der gebürtige Österreicher erklärte, dass er erstmals seit seiner US-Einbürgerung im Jahr 1983 nicht für den republikanischen Kandidaten stimmen werde. Der Twitter-Streit eskalierte. Schwarzenegger sei ein wirklich schlechter Gouverneur gewesen, lästerte Trump, «und noch schlechter in Apprentice», schimpfte er über seinen Nachfolger als Moderator der TV-Sendung «The Celebrity Apprentice». Wegen «armseliger Quoten» habe Arnie das Handtuch geworfen, feuerte Trump im März, nach Schwarzeneggers Ausstieg. Der konterte: «Du solltest überlegen, einen neuen Witzeschreiber und einen Faktenchecker einzustellen.»

Als Schwarzenegger im Januar 2011 nach sieben Jahren als«Governator» von Kalifornien abtrat, hagelte es schlechte Noten. Seinem demokratischen Nachfolger Jerry Brown hinterließ er ein Milliardendefizit. Das Versprechen, wie ein Action-Held in der Regierung «aufzuräumen», konnte er nicht halten. Doch Punkte sammelte er als grüner Politiker. Als Verfechter drastischer Maßnahmen zur Senkung der schädlichen Treibhausgas-Emissionen lässt er weiter seine Muskeln spielen.

Die setzte er nach dem Ende der Polit-Karriere auch gleich wieder vor der Kamera ein. In «Expendables 2» ballerte er sich 2012 an der Seite von  Stallone durch ein bleihaltiges Action-Gemetzel.In «The Last Stand» mimt er den alternden Dorfsheriff, der sich mit Drogenbossen anlegt. In «Terminator: Genisys» (2015) schlüpfte er wieder in die legendäre Cyborg-Rolle, die ihn 1984 unter der Regie von James Cameron weltberühmt machte. 

Die Kampfmaschine nimmt man dem ehemaligen Bodybuilder im fünften Teil des Science-Fiction-Spektakels immer noch ab. Er fährt das Fluchtauto, besorgt die Waffen und zieht die jüngeren Helden an einer Hand vom Abgrund. «I'm old, not obsolete», stellt der wortkarge Kämpfer gleich zu Beginn klar. Alt ist er, ja. Aber noch lange nicht überflüssig.

«Ich bin kein normaler 67-jähriger Kerl! Ich hebe jeden Tag Gewichte, mache mein kardiovaskuläres Training, und zwei Monate vor dem Dreh habe ich das Training abermals intensiviert und etwas Gewicht zugelegt», sagte er beim Kinostart im dpa-Interview. Die Action- und Kampfszenen zu drehen, habe ihm wieder «irrsinnig viel Spaß» gemacht.

Schwarzenegger hat eine Bilderbuchkarriere hingelegt. 1947 wurde der Polizistensohn in Graz geboren, er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Die erste Krönung - zum «Mister Universum» - kam mit 20. Als Bodybuilder macht er in den USA Karriere, dann auch als Schauspieler, trotz schweren Akzents und eines unaussprechlichen Namens. Mit «Conan, der Barbar» nahm der Höhenflug 1982 seinen Lauf.

All das schilderte er 2012 in seinen Memoiren «Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens», 672 Seiten stark und damit schwer genug, um sie auch als Hantel zu benutzen. Natürlich schreibt er auch über seine Glamour-Ehe mit der liberalen Kennedy-Nichte Maria Shriver. Sie haben vier Kinder im Alter von 19 bis 27 Jahren.

Erst im 29. Kapitel «The Secret» (Das Geheimnis) kommt die große Beichte. Da packt er über seine Affäre mit der langjährigen Haushälterin der Familie aus. Das Verhältnis und die ungewollten Folgen, ein jetzt 19-jähriger Sohn, hatte er seiner Frau verschwiegen, bis sie ihn 2011 zur Rede stellte. Kurz danach reichte sie die Scheidung ein. Als «dumme Sache», die er nie hätte tun sollen, beschreibt Arnie den Sex mit der Angestellten. «Ich habe das total verbockt», bilanziert er das Ehe-Aus.

Die Ähnlichkeit mit dem jüngsten Sohn Joseph Baena ist auffällig. «Großartiger Student, großartiger Sportler. Ich bin stolz auf dich und ich liebe dich», schrieb Schwarzenegger im vorigen Oktober auf Instagram, zu einem gemeinsamen Foto auf dem Münchner Oktoberfest, in Lederhosen und mit Biergläsern.

Schwarzenegger auf Instagram

Schwarzenegger mit Sohn Joseph auf Instagram

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