Neustart : Promi-Geburtstag vom 26. November 2018: Rita Ora

Rita Ora wird 28.
Rita Ora wird 28.

Die Sängerin und Songschreiberin schaffte es 2012 mit ihrem Debütalbum in Großbritannien gleich an die Spitze der Charts. Und dann hat es eine kleine Ewigkeit gedauert, bis erst vergangenen Freitag ihr zweiter Longplayer erschienen ist. Wird sich der Erfolg wiederholen?

svz.de von
26. November 2018, 00:01 Uhr

Facebook als Marketing-Tool: Die vergangenen Wochen und Monate hat Rita Ora die sozialen Medien fast nur noch genutzt, um auch den letzten ihrer Fans auf ihr neues Album aufmerksam zu machen. Und jetzt ist «Phoenix» erschienen - drei Tage vor ihrem 28. Geburtstag.

Es hat lang gedauert, bis die Londoner Sängerin und Songwriterin nachgelegt hat. Über sechs Jahre sind vergangen - und das ist eine kleine Ewigkeit im Popbusiness -, seit sie, damals 21, mit ihrem Debütalbum «Ora» inklusive ihrer beiden Nummer-eins-Singles «R.I.P.» und «How Do We (Party)» die britischen Charts knackte und auf dem ersten Platz landete. Veröffentlicht hatte es der US-Rapper Jay-Z (48) auf seinem Label Roc Nation. Er soll sie ursprünglich für vier weitere Alben verpflichtet haben. Doch daraus wurde nichts, es kam zum Streit und alles endete vor Gericht.

Inzwischen startet Rita Ora mit einer anderen Plattenfirma wieder durch: Vier Songs sind seit Frühjahr 2017 bereits über Atlantic Records auf den Markt gekommen. Sie sollten das Interesse an der Künstlerin befeuern, die mit ihrem zweiten Album offenbar - so suggeriert es der Titel - wie der mythologische Lichtvogel aus der Asche zu steigen gedenkt, um in neuem Glanz zu erstrahlen.

Aber warum nicht schon früher? Der nur 1,66 Meter große Wirbelwind ist in diesem Punkt im Interview der Deutschen Presse-Agentur recht zurückhaltend. «Es war einfach nicht die richtige Zeit. Jetzt ist sie es», sagt sie und betont als positiven Aspekt, dass sie «erwachsener geworden» sei und «mehr zu erzählen» habe.

Ein Thema, das die gebürtige Kosovarin, die im Alter von einem Jahr mit ihren Eltern nach England ausgewandert war, anspricht ist Bisexualität. Katy Perry («I Kissed A Girl», 2008) lässt grüßen. Oras Song heißt schlicht «Girls» und ist eine Zusammenarbeit mit den Sängerinnen Bebe Rexha, Charli XCX und Cardi B. Doch aus der nicht-heterosexuellen Gemeinde kam Kritik. Von «problematischen Untertönen» und von «queeren Stereotypen» war die Rede, wie der «Rolling Stone» zusammenfasste.

Ora entschuldigte sich auf Twitter: «Ich hatte schon immer Liebesbeziehungen zu Männern wie Frauen, und das ist mein persönlicher Weg. Es tut mir leid, wenn sich jemand verletzt fühlt, wie ich mich in meinem Song ausgedrückt habe.»

Zurückgeblieben ist zumindest nur ein kleiner Sturm im Wasserglas und nicht einmal eine Top-20-Notierung in den UK-Charts. Da funktioniert «Let You Love Me» schon besser, immerhin Top 5 in Großbritannien. In dem dazugehörigen Videoclip bandelt Ora indes in einem Club mit einem jungen Mann an. Doch bevor es in der Toilette zum Äußersten kommt, drängt sich eine junge Frau dazwischen. Eng umschlungen und grinsend verlässt Ora mit ihr die Party.

Während sie in Europa längst als Star gilt, hat die Blondine in den USA noch nicht umfänglich Fuß fassen können. Doch das kann ja noch kommen. Nach Auftritten vor kurzem bei den People's Choice Awards in Los Angeles und bei der Thanksgiving-Parade in New York wird die Londonerin dort am 2. Dezember bei der Victoria's Secret-Show zu Gast sein, kündigt sie auf Facebook an. Auch bewirbt sie ihr ProSieben-Konzert am 7. Dezember in Berlin und eine Welttournee, die am 1. März in Australien beginnt. Am 26. April wird sie in Köln Station machen, am 27. in München und am 29. in Zürich.

Das Jahr 2018 hatte sie mit einem umjubelten Charity-Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie eingeläutet. In jenen Tagen feierte sie übrigens gemeinsam mit ihrem Landsmann Liam Payne (25) ihre erste Nummer eins in Deutschland: «For You», der Titelsong der «Fifty Shades»-Filme, in denen sie eine Nebenrolle spielte, schoss im Ranking senkrecht nach oben.

«Ich habe meinen Traumjob, habe die beste Familie, die besten Freunde und kann die coolsten Klamotten tragen.» Die Frau mit dem Püppchengesicht und gern grellrot geschminkten, sexy Mund scheint Superlative zu lieben. «Das Schönste für mich ist aber, die Freiheit zu besitzen, meinen eigenen Weg einzuschlagen. Das fängt beim Sound der Musik an und geht bis zu meinem Outfit», sagt sie. Keine Frage: Rita Oras Welt ist bunt.

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