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Neue Platte - neue Tour : Promi-Geburtstag vom 22. August 2017: Tori Amos

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Abseits des Mainstream-Pop hat sich die Singer/Songwriterin vor 25 Jahren international etabliert und ist bis heute gut im Geschäft geblieben. Im September erscheint ein neues Album, ihre Welttournee startet sie in Europa. Heute wird sie 54.

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2017 | 00:01 Uhr

Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen ihrer «Unrepentant Geraldines»-Tour, mit der sie ihre musikalische Erfolgsgeschichte fortsetzte. Danach wurde es etwas ruhiger um die Musikerin. Jetzt ist sie jedoch wieder voll da: Tori Amos geht mit einem neuen Album auf Welttournee.

«Native Invader» heißt das aktuelle Werk der Künstlerin. Es ist ihr 15. Studioalbum und erscheint am 8. September bei Decca (Universal). Sie sagt im Pressetext ihres Labels, dass sie für die Platte ausgiebig mit einem Thema beschäftigt habe: «mit der Natur und wie diese sich, durch Resilienz, selbst heilt. Die Songs ringen mit der Frage: Was ist unser Part bei der Zerstörung unseres Landes und uns selbst und in unseren Beziehungen miteinander?»

Dazu passend zeigt sich Amos mit ihren langen roten Haaren auf dem Cover, wie sie aus einer düster-geheimnisvollen Kulisse aus Wald und Nebelschwaden herauszutreten scheint. Sie schaut ernst in die Kamera. Ihr Gesicht wirkt aber nach wie vor mädchenhaft, auch wenn sie heute 54 Jahre alt.

Ob sie auch in Realität noch so frisch aussieht wie auf Fotos, können ihre deutschen Fans ab Mitte September selbst überprüfen, denn dann macht die Künstlerin Station in Frankfurt/Main, Hamburg, Essen, Berlin und München. Außerdem sind je zwei Konzerte in Österreich (Linz und Wien) sowie in der Schweiz (Genf und Zürich) geplant.

Als die Amerikanerin 1994 die britischen Charts mit «Under The Pink» im Sturm eroberte, obwohl sie weder den damaligen Trends noch irgendwelchen gängigen Vorstellungen von Popmusik entsprach, da standen selbst Experten vor einem Rätsel, das übrigens bis heute nicht geknackt scheint. Tori Amos entzieht sich weiterhin jeder handelsüblichen Schublade.

«Little Eartquakes» (1992) war das unter ihrem eigenen Namen erschienene Debütalbum, mit dem sie die Popwelt damals leicht zum Beben gebracht hatte und das ihr den Ruf vorauseilen ließ, die Kate Bush der 90er Jahre zu sein.

Seit 25 Jahren zählt die eigenwillige Musikerin zu den interessantesten Solo-Künstlerinnen abseits des Mainstream-Pop. Autobiografisch gefärbte Texte, schlicht-schöne Piano-Arrangements, Amos' markante Stimme und das Talent, stets eine etwas mysteriöse Stimmung heraufzubeschwören, machen den Charme ihrer Songs aus. Für Pop-Plattitüden und Stereotypen bleibt da kein Platz.

Bevor Tori Amos, die 1963 in North Carolina geboren wurde und in Baltimore, Maryland, aufwuchs, zu ihrem sehr eigenwilligen Gesangs- und Instrumentalstil fand, hatte sie sich zunächst der Rockmusik verschrieben. So schlug sie auf ihrem 1988 erschienenen Debütalbum «Y Kant Tori Read» noch sehr rockige Töne an, blieb damit allerdings hinter allen Erwartungen zurück. Erst unter ihrem eigenen Namen ging es vier Jahre später für sie richtig los - und ein Ende ist nicht abzusehen. Sie versteht sich darauf, sich immer wieder zu erneuern - wie die Natur.

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